Wildcard Series Recap 2026
2041 Wörter | 9 min Lesezeit
Inhalt
Liebe Baseballgemeinde, willkommen zum Rückblick auf die Wild Card Series in der Major League Baseball.
Die Wild Card Serien haben schon mal viel von dem gehalten was man sich davon versprochen hatte, auch wenn nur eine Serie über die volle Distanz ging. Now let's get into it.
Philadelphia Phillies @ Atlanta Braves (1-2)
Die Phillies hatten es erst im letzten Spiel der Saison in die Wild Card Round geschafft, nachdem sie eine 6.5 Spiele Führung verspielt hatten. Die Braves dagegen konnten ihren Pitching-Staff in den letzten Wochen der regular Season managen und z.B. Chris Sale mehr als die üblichen 5 Tage Pause zwischen seinen Starts geben. Die Phillies mussten im Pitching Zack Wheeler im letzten Spiel einsetzen um den Playoff-Spot zu sichern, er stand also, zumindest für die ersten zwei Spiele, nicht zur Verfügung.
Spiel 1 (Braves gewinnen 5:3)
Im ersten Spiel der NL Wild Card Series gewannen die Braves mit 5:3. Alec Bohm brachte die Phillies im ersten Inning gegen Chris Sale per RBI-Double in Führung, weil Michael Harris II ungünstig positioniert war. Mike Yastrzemski glich im zweiten Inning dann mit einem RBI-Single aus. Jesus Luzardo hielt die Braves über fünf Innings mit 6 Ks in Schach. Nach dessen Abgang schlug Ozzie Albies gegen Alex McFarlane ein Go-ahead-Triple. Sale verließ im siebten Inning mit 9Ks die Partie. Danach schlug J.T. Realmuto gegen Didier Fuentes einen Two-Run-Triple, begünstigt durch einen Fehlgriff von Ronald Acuña Jr. Im achten Inning drehte Austin Riley die Partie mit einem Three-Run-Homer gegen Closer Jhoan Duran. Raisel Iglesias sicherte den Sieg für die Braves per Double Play.
Spiel 2 (Phillies gewinnen 4:3)
Im zweiten Spiel glichen die Phillies die Serie mit einem 4:3-Sieg nach zehn Innings aus. Trea Turner scorte nach einem Leadoff-Double durch Bryce Harpers RBI-Single, Matt Olson glich postwendend im bottom of the First per RBI-Single aus. Danach entwickelte sich ein Pitchers' Duel, in dem die Phillies gegen Tyler Mahle sechs Innings lang nur drei Hits sammelten. Im siebten Inning ermöglichten Alec Bohms Fehlentscheidung bei einem Bunt und ein schwerer Fielding Error Harpers im outfield, als er einen Flyball falsch einschätzte, die 3:1-Führung der Braves. Gegen Dylan Lee antworteten Kyle Schwarber und Harper dann im achten Inning mit Back-to-Back Home Runs zum 3:3. Rookie Andrew Painter warf zunächst sechs Balls, erzwang dann aber ein Double Play. Bohm sorgte im zehnten Inning dann per Home Run für die Führung, ehe Painter in seinem dritten Inning den Sieg sicherte.
Spiel 3 (Braves gewinnen 6:2)
Die Braves gewannen das dritte Spiel der Wild Card Series mit 6:2, zogen in die NLDS gegen die Dodgers ein und feierten den ersten Sieg in einem Winner-take-all-Elimination-Game seit 1996. Ray Kerr setzte sich im Postseason-Debüt gegen Aaron Nola durch, dessen Command-Probleme sich früh zeigten. Nach Walks für Ronald Acuña Jr. und Matt Olson schlug Michael Harris II im ersten Inning einen Pitch weit unterhalb der Zone mit 100,5 mph zum Three-Run-Homer. Im vierten Inning erarbeitete sich Austin Riley einen Walk über neun Pitches, ehe Ozzie Albies gegen Zack Wheeler per 419-Fuß-Homer auf 5:0 erhöhte. Alec Bohm verkürzte zwar per RBI-Groundout, aber Olson antwortete mit einem Solo-Homer. Nach Trea Turners Sac Fly im achten Inning zum 6:2 übernahm Chris Sale und beendete die Serie mit Strikeouts gegen Bryce Harper und Otto Kemp.
Vorschau
Die Braves konnten sich also in dieser spannenden Serie durchsetzen und müssen nun nach Los Angeles, wo es am Samstag um 13:00 Ortszeit (22:00 MESZ), wenn das Spiel beginnt, wohl 38°C haben soll. Meine MVPs dieser Serie sind Ozzie Albies mit einem OPS von 1.427, 1 HR und 3 RBI, sowie auf der Pitching Seite Tyler Mahle mit 7.0 IP, 1 ER, 6 K, 1 BB und einem Game Score von 66.
Chicago Cubs @ San Diego Padres (0-2)
Diese Serie ist ein Wiedersehen aus dem Vorjahr, die Cubs setzten sich 2025 in drei engen Wild Card-Spielen durch und gewannen 2026 zudem fünf der sechs direkten Duelle gegen die Padres. Die Cubs waren in der regulären Saison mit 850 Runs das offensiv beste Team, während ich die Padres im Pitching, vor allem im Bullpen vorne sah.
Spiel 1 (Padres gewinnen 8:0)
Im ersten Spiel der NL Wild Card Series gewannen die Padres mit 8:0 und fügten der besten Offense der Liga den ersten Shutout in 132 Playoff-Spielen ihrer Geschichte zu. Fernando Tatis Jr. eröffnete die Partie gleich mit einem 405-Fuß-Leadoff-Homer gegen Matthew Boyd, dem ersten der Padres in der Postseason und setzten so den Ton des Spiels. Michael King, der in der Regular Season einen 3.21 ERA aufgewiesen hatte, hielt die Cubs über 6⅓ Innings hitless, ehe Nico Hoerner einen Infield-Hit schlug. King kam auf sieben scoreless Innings mit acht Strikeouts, fünf davon gegen Pete Crow-Armstrong und Alex Bregman. Tatis, Manny Machado, Jackson Merrill und Xander Bogaerts kombinierten acht Hits und drei Homer. Joe Musgrove überstand in seinem ersten Einsatz nach zwei Jahren eine Bases-loaded-Situation und sicherte den Shutout.
Spiel 2 (Padres gewinnen 4:1)
Die Padres gewannen dann das zweite Spiel 4:1, komplettierten den Sweep und zogen in die NLDS gegen die Brewers ein. Nick Pivetta eröffnete das Spiel mit Strikeouts gegen Pete Crow-Armstrong und Alex Bregman, die Offense legte im zweiten Inning zwei Runs vor. Im vierten Inning verkürzten die Cubs nach Single, Walk und Single, doch Rookie Bradgley Rodriguez löste die Situation nach Strikeout und Hit-by-Pitch mit Bases loaded, als Dansby Swanson ein Flyout zu Jackson Merrill schlug. Im Bottom 4. Inning musste dann Kevin Gausman nach Xander Bogaerts Double vom Mound, ehe Pinch-Hitter Gavin Sheets gegen Daniel Palencia einen Two-Run-Homer mit zwei Outs schlug und das ganze Stadion seinen Namen rief. Danach blieben die Padres zwar ohne weiteren Run, doch Rodriguez, Jason Adam, Adrian Morejon und Closer Mason Miller hielten die Cubs ab dem fünften Inning scoreless.
Vorschau
Die Padres gewannen also zu Hause überraschend deutlich gegen die Cubs, die, wie oben schon erwähnt, in der regulären Saison die stärkste Offensive hatten. PCA konnte leider überhaupt nicht an seine MVP-From anknüpfen und ging nur 0/7 mit 0 RBIs und 4 Ks. Die Padres müssen nun nach Milwaukee zu den Braves, die die beste Bilanz der regular Season hatten. Spiel 1 startet in der Nacht von Samstag auf Sonntag um 02:30 MESZ. Wenn sie wieder so stark aus den Startblöcken kommen und dem Brewers Starting-Pitching früh den Zahn ziehen können, könnte es eine spannende Serie werden. Meine MVPs dieser Serie waren Xander Bogaerts mit einem OPS von 1.500, 1 HR und 2 RBI und auf der Pitching-Seite Michael King mit 7.0 IP, 0 ER, 8 K, 3 BB und einem Game Score von 80.
Boston Red Sox @ New York Yankees (0-2)
Zum siebten Mal trafen die Erzrivalen aus Boston und New York in den Playoffs aufeinander und nach dem Yankees-Sieg aus dem letzten Jahr gab es dieses Jahr direkt die Neuauflage. Die Saisonserie war eng und wurde von den Yankees 7-6 gewonnen. Das Pitching der Yankees war mit einem ERA von 3.24 das beste der regular Season, dicht gefolgt von dem der Red Sox auf Platz 3 mit einem ERA von 3.54. Für die Yankees fehlte Aaron Judge im Wild Card Roster mit einer Wadenzerrung, dafür war Giancarlo Stanton wieder mit von der Partie.
Spiel 1 (Yankees gewinnen 9:0)
Im ersten Spiel der AL Wild Card Series gewannen die Yankees mit 9:0. Cam Schlittler ließ über 6.1 Innings nur zwei Hits und einen Walk bei zehn Strikeouts zu, kein Red-Sox-Batter kam über First hinaus. Gegen Starter Payton Tolle erzielten die Yankees nur einen Run durch ein RBI-Single von Austin Wells im zweiten Inning. Nach dessen Abgang im vierten Inning schlug Ben Rice gegen Erik Miller einen Solo-Homer zum 2:0. Im siebten Inning verhinderte ein Diving Stop von Nick Sogard einen höheren Vorsprung, dennoch erhöhten die Yankees auf 4:0. Im achten Inning entschied Rice die Partie mit einem Grand Slam endgültig und beendete den Abend mit vier Hits und sechs RBI.
Spiel 2 (Yankees gewinnen 9:2)
Im zweiten Spiel der Serie schlugen die Yankees die Red Sox dann mit 9:2 und liesen den Red Sox gefühlt nie eine Chance. Nach drei scoreless Innings brachte Luis García Jr. die Yankees im vierten Inning per Home Run mit 107 mph in Führung. Cody Bellinger erhöhte im fünften Inning gegen Erik Miller auf 2:0, ehe Third Base Coach Luis Rojas Ben Rice unnötig in ein Out an Home schickte. Willson Contreras beendete im sechsten Inning per Solo Home Run den 26.2 Innings währenden Postseason-Scoreless-Streak der Red Sox. Fried, auf der anderen Seite, kam auf sechs Strikeouts bei drei Hits. Im Bottom des 6. Innings zerfiel der nach Verletzung zurückgekehrte Garrett Crochet und gab 4 ER ab, Bellinger krönte das Six-Run Inning gegen Garrett Whitlock dann mit einem Two-Run Home Run zum 8:1, was letzendlich die Entscheidung in diesem Spiel war.
Vorschau
Das Red Sox Pitching konnte in dieser Serie die Offense der Yankees nicht in Schach halten und erzielten selbst nur 2 Runs. Das ist natürlich viel zu wenig für die Yankees. Daher kommen auch beide MVPs aus den Reihen der Yankees: Ben Rice (OPS 1.933, 2 HR, 6 RBI) und Cam Schlittler (6.1 IP, 0 ER, 10 K, 1 BB, GS 78). Die Yankees hosten nun die Rays zur Division Series. Interessant ist, dass beide Division Series in der AL divisionsinterne Duelle sind, was den Serien natürlich noch mehr Würze verleiht. Spiel 1 startet in der Nacht von Samstag auf Sonntag um 00:30 MESZ.
Chicago White Sox @ Houston Astros (2-0)
Die White Sox haben 2026 eine überraschende Verbesserung hingelegt. Nachdem sie drei Saisons mit jeweils mehr als 100 Niederlagen absolviert hatten, haben sie es dieses Jahr mit 84 Siegen in die Playoffs geschafft. Lange sah es so aus, als könnten sie die AL Central gewinnen, aber in der letzten Woche wurden sie dann noch von den Guardians überholt. Gegner in der Serie waren die Astros, die mit der schlechtesten Bilanz aller Zeiten in die Playoffs eingezogen sind. Das war nur möglich da die Konkurrenz in der AL West sehr schwach war.
Spiel 1 (White Sox gewinnen 6:3)
Im ersten Spiel der AL Wild Card Series setzten sich die White Sox mit 6:3 durch und feierten ihren ersten Playoff-Sieg seit 2021. Munetaka Murakami brachte die White Sox im ersten Inning nach einem Throwing Error von Christian Walker per Sacrifice Fly in Führung. Sam Antonacci erhöhte im zweiten Inning mit einem Two-Run-Single, Colson Montgomery legte im vierten einen 432-Fuß-Solo-Homer nach. Opener Hagen Smith hielt die Astros über drei Innings scoreless. Nachdem Chase Meidroth auf 5:0 erhöht hatte, verkürzte Nelson Velázquez per Two-Run-Homer gegen Sean Newcomb, der in seinen letzten sieben Einsätzen nur einen 7.36 ERA aufwies. Ein Wild Pitch von Bennett Sousa brachte im siebten Inning das 6:2. Grant Taylor sicherte danach mit einem Save über 2 1/3 Innings, 54 Pitches und fünf Strikeouts den Sieg.
Spiel 2 (White Sox gewinnen 7:3)
Im zweiten Spiel siegten die White Sox dann mit 7:3 und gewannen ihre erste Postseason-Serie seit 2005. Hunter Brown, gegen den sie in der Regular Season .174/.208/.174 produziert hatten, verließ das Spiel nach 36 Pitches und zwei Outs im ersten Inning bei 0:4. Sean Burke kassierte drei Solo Home Runs von Jeremy Peña, Cam Smith und José Altuve, kam aber in vier Innings auf acht Strikeouts. Anthony Kay verhinderte im fünften Inning bei Bases Loaded den Ausgleich. Nach 13 retirierten Hittern in Folge nutzte Chase Meidroth im sechsten Inning nach einem Double Steal einen 3-1-Slider von Bryan Abreu zum Three-Run Home Run. Jordan Hicks und Erick Fedde retirierten je sechs Batter mit drei Strikeouts und sicherten den Sieg.
Vorschau
Die jungen White Sox sicherten sich also den Sweep in der Serie gegen die "alten" Astros, die die Energie der White Sox nicht matchen konnten. Dass Miguel Ullola mit 3.0 IP, 1 ER, 4 K, 0 BB, GS 57 die stärkste Pitching Performance der Serie ablieferte, sagt schon alles aus. Kein Pitcher stand länger als 4 Innings auf dem Mound und die White Sox schafften es in den frühen Innings direkt einige Runs auf das Scoreboard zu bringen. In der Offensive wurde daher auch Chase Meidroth (OPS 1.625, 1 HR, 4 RBI) der MVP und entscheidender Spieler in Spiel 2. Die White Sox hosten nun die Guardians in der Division Series (Best of 5) zur Revanche über den Divisionssieg in der AL Central. Spiel 1 startet Samstagabend um 19:00 MESZ.
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