Woche 16 Recap
3617 Wörter | 15 min Lesezeit
Inhalt
Liebe Baseballgemeinde, willkommen zum Rückblick auf Woche 16 in der Major League Baseball. Die letzte Woche vor dem All-Star Break.
Standings
American League East
An der Spitze der AL East liegen weiterhin die Tampa Bay Rays (56-38, +32), die 5,6 Siege überperformen. Anfang der Woche konnten sie die Serie gegen die Yankees splitten und sie somit auf Distanz halten. Dahinter folgen mit 3 Spielen Rückstand ebenjene New York Yankees (54-42, +91), angeführt von einer starken Woche von Ben Rice, der bei 11 Hits in 26 At-Bats (.423) mit fünf Homeruns und zwölf RBI zum Top-Hitter der Woche avancierte. Auf Platz drei, zehn Spiele hinter Tampa Bay, stehen die Boston Red Sox (46-48, +27). Mit neun Siegen in Folge und einer 13-2-Bilanz aus den letzten 15 Spielen zählen sie derzeit zu den heißesten Teams der gesamten Liga, untermauert durch zwei Sweeps binnen einer Woche gegen die White Sox und Mets. Den vierten Platz belegen die Baltimore Orioles (46-51, -19), die mit vier Siegen in Folge und einem Heimsweep gegen die Kansas City Royals ebenfalls Schwung aufgenommen haben. Schlusslicht der Division sind die Toronto Blue Jays (45-51, -35), zwei Spiele hinter Baltimore. Immerhin lieferte Dylan Cease mit acht scoreless Innings, elf Strikeouts und einem Game Score von 88 den besten Pitching-Auftritt der Woche in der AL East im Spiel gegen die Giants.
American League Central
Die Cleveland Guardians (51-46, -2) führen die AL Central trotz negativem Run-Differentials an, und haben nun vier Spiele in Folge gewonnen, drei davon bei den Marlins. Nur einen halben Sieg dahinter platzieren sich die Chicago White Sox (50-45, +35), die sich mit einem Heimsweep gegen die Athletics vom Sweep gegen die Red Sox erholt haben. Auf Platz drei, drei Spiele zurück, liegen die Minnesota Twins (48-49, -14), die mit 4-2 in den letzten sieben Tagen zumindest stabil blieben, ohne dabei sonderlich aufzufallen. Die Detroit Tigers (44-52, +24) belegen Rang vier und liegen trotz positivem Run-Differentials 6,7 Siege unter ihrem Erwartungswert. Immerhin konnten die Tigers die Athletics zu Hause sweepen. Am Tabellenende befinden sich die Kansas City Royals (38-59, -88), 13 Spiele hinter Cleveland. Mit einer 4-11-Bilanz aus den letzten 15 Spielen zählen die Royals zu den drei kältesten Teams der Liga, und die vergangene Woche mit fünf Niederlagen in Folge bei nur zwei Siegen bestätigte diesen Negativtrend. Für die kommt das All-Star Break wohl genau zur richtigen Zeit.
American League West
In der AL West, trennt sich auch langsam die Spreu vom Weizen. Die Texas Rangers (49-47, -15) führen die AL West trotz negativem Run Differential an, mit zehn Siegen aus den letzten 15 Spielen gehören sie zu den heißesten Teams der Liga. Anderthalb Spiele dahinter folgen die Seattle Mariners (48-49, +16), die trotz des besseren Run-Differentials eine schwache Woche in Florida mit nur einem Sieg aus sechs Spielen in Miami und Tampa Bay hinlegten. Drei Spiele zurück liegen die Houston Astros (47-51, -47), deren 2-4-Bilanz der vergangenen Woche ebenfalls wenig Anlass zur Freude gab. Deutlich abgeschlagen auf Rang vier folgen die Athletics (41-55, -106), die sich mit neun Niederlagen in Folge und nur einem Sieg aus den letzten sechs Spielen erstmal aus allen Playoffdiskussionen verabschiedet haben. Schlusslicht der Division bleiben weiterhin die Los Angeles Angels (38-59, -55), elfeinhalb Spiele hinter Texas.
National League East
Die Atlanta Braves (55-40, +92) führen die NL East an, kamen in der vergangenen Woche mit 3-4 aber nicht über eine ausgeglichene Bilanz hinaus, auch für sie kommt das All-Star Break vermutlich zu einer guten Zeit um die Akkus für den Playoff Endspurt nochmal aufzuladen. Zwei Spiele dahinter folgen die Philadelphia Phillies (54-43, -10), deren Woche von gleich zwei starken Pitching-Auftritten geprägt wurde: Jesús Luzardo warf sieben scoreless Innings mit elf Strikeouts gegen die Reds, während Zack Wheeler, ebenfalls gegen die Reds mit 14 Strikeouts bei nur einem Run in sieben Innings nachlegte. Auf Rang drei, vier Spiele zurück, liegen die Miami Marlins (52-45, +24), die zuerst von den Mariners gesweept wurden nur um dann den Sweep gegen die Guardians zu kassieren. Die Washington Nationals (48-49, +7) belegen Platz vier, acht Spiele hinter Atlanta. Diese Woche konnte offensiv James Wood überzeugen, der bei zehn Hits in 20 At-Bats (.500) mit fünf Homeruns und acht RBI zum ligaweiten Top-Hitter avancierte. Schlusslicht sind die New York Mets (40-57, -65), 16 Spiele zurück, die sich mit einem Sweep gegen die Red Sox in das All-Star Break verabschieden.
National League Central
Die Milwaukee Brewers (59-37, +126) führen die NL Central mit dem besten Run-Differntial der gesamten Liga an, kamen zuletzt aber mit drei Niederlagen in Folge gegen die Pirates leicht aus dem Tritt. Fünf Spiele dahinter folgen die Chicago Cubs (54-42, +52), die mit 4-2 in den letzten sieben Tagen die stabilere Form der beiden Spitzenteams zeigten. Auf Platz drei, achteinhalb Spiele zurück, liegen die St. Louis Cardinals (50-45, +6), die diese Woche 8 Spiele spielten, davon aber nur 3 gewinnen konnten. Die Pittsburgh Pirates (50-47, +44) belegen Rang vier und lieferten offensiv wie defensiv starke Einzelleistungen ab. Esmerlyn Valdez und Ryan O'Hearn schlugen vier beziehungsweise drei Homeruns, während Jared Jones mit sechs scoreless Innings und acht Strikeouts überzeugte. Schlusslicht sind die Cincinnati Reds (43-52, -60), 15,5 Spiele hinter Milwaukee. Immerhin steuerte Hunter Greene mit sieben scoreless Innings und zwölf Strikeouts den besten Solo-Auftritt der Woche für die Reds bei.
National League West
Die Los Angeles Dodgers (61-36, +149) führen die NL West mit der besten Bilanz der gesamten Liga an, verloren zuletzt aber drei Spiele in Folge gegen die D-Backs. Immerhin lieferte Shohei Ohtani mit acht Hits in 23 At-Bats (.348), vier Homeruns und sieben RBI eine starke individuelle Woche. Elfeinhalb Spiele dahinter folgen die Arizona Diamondbacks (49-47, -13), die mit vier Siegen in Folge und einem Auswärtssweep, wie gerade erwähnt, gegen die Dodgers ihre beste Form der Saison zeigten. Ein weiteres Spiel zurück liegen die San Diego Padres (48-48, -43), die trotz negativer Run-Differenz 4,7 Siege überperformen. Die San Francisco Giants (41-55, -64) belegen Rang vier, 19,5 Spiele hinter Los Angeles, und beendeten die Woche immerhin mit zwei Siegen in Folge gegen die Rockies. Schlusslicht sind eben diese Colorado Rockies (39-59, -89), 22,5 Spiele zurück, und mit nur 2 Siegen aus der letzten Woche.
Serien der Woche
New York Yankees @ Tampa Bay Rays
Zum Anfang der Woche spielten die Yankees bei den Rays. Die Rays führten die AL East an und die Yankees folgten 4 Spiele dahinter auf Platz 2. Der Trend beider Teams ist dabei in den letzten 15 Spielen gegensätzlich. Die Rays gewannen 10, die Yankees nur 3. Die Serie ist die Chance für die Yankees, etwas Boden gut zu machen.
Und im ersten Spiel gelang dies den Yankees auch denn sie gewannen das Spiel mit 5:1 und das obwohl die Rays Pitcher 17 Strikeouts verbuchten und keine Single, Double oder Triple zuließen, laut StatHead ein historisches Novum. Die ersten vier Innings verliefen dann scoreless, mit je neun Strikeouts. Im fünften Inning walkte Griffin Jax Jasson Dominguez und Jazz Chisholm Jr. nach einem Strikeout gegen Cody Bellinger, ehe Jose Caballero per Changeup einen Drei-Run-Homer schlug. Jax kam auf zehn Strikeouts, Cam Schlittler dominierte mit acht Strikeouts ohne Walk. Caballero steuerte mit einem weiteren Homer zwei der drei Yankees-Hits bei; die Top-vier-Schlagmänner der Rays gingen 0-für-16 mit sieben Strikeouts.
Im zweiten Spiel bezwangen die Rays dann die Yankees mit 6:4. Ian Seymour lieferte ein starkes Outing mit einem Career-High von 12 Strikeouts über 5.1 Innings, erlaubte aber drei Runs durch einen Three-Run-Homer von Ben Rice und verbesserte seine Bilanz auf 6-1. Die Rays glichen im vierten Inning mit vier Runs aus, angeführt von einem RBI-Double von Palacios sowie Back-to-Back-Homeruns von Feduccia und Yandy Diaz. Das Bullpen um Kelly, Booser, Cleavinger und Baker sicherte die restlichen elf Outs und stellte mit 17 Strikeouts an zwei aufeinanderfolgenden Abenden einen MLB-Rekord auf. Mesa Jr., Walls, Palacios und Feduccia gingen zusammen 6-12 mit vier RBIs, während Aranda und Caminero 0-7 blieben.
Im dritten Spiel besiegten die Rays die Yankees dann mit 3:0, angetrieben von starkem Pitching und einem 4-für-4-Spiel von Yandy Díaz. McClanahan warf 6.1 scoreless Innings mit fünf Hits, 0 BB und 5 SO. Im zweiten Inning verhinderte er per Comebacker-Assist an Home Plate einen frühen Rückstand, als er Jasson Domínguez auf dem Weg taggte. Díaz eröffnete im dritten Inning mit einem Double und wurde von Aranda nach Hause gebracht. Im fünften Inning steuerte Aranda ein weiteres RBI-Double bei. Im sechsten Inning sorgte ein Strike-em-out-throw-em-out-Double-Play für Frust bei Manager Boone, der ejected wurde, gefolgt von Bench Coach Ausmus. Sulser und Baker hielten die Yankees scoreless, Baker sicherte seinen 25. Save. New York blieb bei 0-für-5 mit Runners in Scoring Position.
Im letzten Spiel der Serie setzten sich die Yankees mit 12:4 gegen die Rays durch und teilten sich damit die Serie. Ben Rice führte die Offense mit zwei Homeruns an, darunter ein Three-Run-Shot im sechsten Inning, der die Führung auf 10:3 ausbaute und die Weichen auf Sieg stellte. Nach einem frühen Solo-Homer von Junior Caminero gegen Drew Rasmussen drehten die Yankees mit sechs Runs im dritten Inning die Partie, angeführt von einem Leadoff-Double von Max Schuemann und RBI-Hits von Ryan McMahon und Trent Grisham. Rasmussen musste nach nicht einmal drei Innings vom Feld. Das Bullpen-Game der Yankees blieb trotz komfortabler Führung immer ein wenig on the Line. Jake Bird rettete sich mit einem Double Play aus einer Bases-Loaded-Situation, während Camilo Doval und Brent Headrick mehrfach Baserunner strandeten. Austin Wells und Jazz Chisholm Jr. steuerten ebenfalls RBIs bei. Angel Chivilli blieb der einzige Reliever mit einem sauberen Inning.
Mit dem Split in der Serie konnten die Yankees also keinen Boden auf die Rays gut machen. Mal sehen wie das Battle nach dem ASB weitergeht. Die MVPs der Serie sind in der Offensive Ben Rice mit einem OPS von 1.658, 4 HR und 9 RBI. Defensiver MVP ist wenig überraschend Cam Schlittler mit 8.0 IP, 1 ER, 8 K, 0 BB und einem Game Score von 78.
Houston Astros @ Texas Rangers
Zum Wochenende stand dann die Serie der Astros bei den Rangers an. Die Rangers führten die AL West an. Die Astros folgen 2 Spiele dahinter. Im Wildcard-Race lagen die Astros 1.5 Spiele hinter der 3. Wildcard. Es war also eine spannende Serie mit Playoffimplikationen. Das letzte Aufeinandertreffen konnten die Astros mit 3-1 Ende Mai gewinnen.
Im ersten Spiel setzen sich die Rangers dann mit 7:3 durch. Nach zwei Runs im ersten Inning führten sie bis ins sechste Inning mit 3:0, während Cal Quantrill sechs starke Innings warf. Nachdem Quantrill die Partie verlassen hatte, glich Houston dank Hunter Brown umgehend aus, und Chris Martin blieb ein Unsicherheitsfaktor im Bullpen. Im achten Inning brachte Wyatt Langford die Rangers mit einem Solo-Homerun mit 4:3 in Führung, ehe Jake Burger drei Batters später mit einem Three-Run-Homer auf 7:3 erhöhte. Tyler Alexander sicherte mit einem scoreless neunten Inning den Sieg ab.
Im zweiten Spiel unterlagen die Rangers dann den Astros mit 3:9. Kumar Rocker machte bereits im ersten Inning zwei Fehler, nach einem Single von Jeremy Pena war er gegen Yordan Alvarez einen Fastball genau über die Plattenmitte, den er zum 0:2-Rückstand bzw. zur Führung nutzte. Im dritten Inning folgte ein Grand Slam von LaMonte Wade Jr., im vierten ein Solo-Homerun von Christian Vazquez, ebenfalls auf Pitches über der Mitte. Rocker warf trotz sieben zugelassener Runs 5 2/3 Innings. Chris Martin gab im neunten Inning zwei weitere Runs ab. Offensiv sammelten die Rangers gegen Peter Lambert über sechs Innings nur einen Run bei drei Hits, ehe zwei späte Runs im neunten Inning zu spät kamen. Ezequiel Duran erzielte mit zwei Homeruns alle drei Runs seines Teams.
Die Rangers gewannen dann zum Abschluss der ersten Saisonhälfte mit 6:5 und sicherten sich damit die Führung in der AL West vor dem All-Star Break. Texas führte früh mit 3:0 und hielt eine 4:1-Führung bis ins siebte Inning, in dem Houston ausglich, ehe die Astros im achten Inning durch einen dünn besetzten Rangers-Bullpen mit 5:4 in Führung gingen. No. 9 Hitter Kyle Higashioka glich mit einem Two-Out-Solo-Homerun im unteren achten Inning aus, wodurch Closer Jacob Latz für ein scoreloses neuntes Inning kommen konnte. Anschließend sorgten die Rangers gegen Josh Hader mit drei aufeinanderfolgenden Hits im neunten Inning für den Walk-Off Sieg. Brandon Nimmo lieferte drei Hits inklusive des Walk-off-Singles, MacKenzie Gore steuerte vier Innings mit nur einem Run bei, nachdem er on short Rest den Start übernommen hatte.
Die Rangers führen damit jetzt die AL West mit 1.5 Spielen Vorsprung vor den Mariners an. Die Astros hingegen, stehen 1.5 Spiele hinter den Twins außerhalb der Wildcard. Zwischen ihnen und den Twins stehen allerdings noch die Mariners und die Red Sox. MVPs der Serie waren auf der offensiven Seite Yordan Alvarez mit einem OPS von 2.014, 2 HR und 3 RBI. Auf der Pitching Seite war der MVP Peter Lambert mit 6.0 IP, 1 ER, 7 K, 1 BB und einem Game Score von 68.
Around the League
- Diese Woche Schlug Max Kepler seinen ersten Homerun, seit er von seiner Dopingsperre zurückkam. Und zwar einen 417-Foot Three-Run-Homer zum 6:0 im dritten Inning gegen die Padres gegen Walker Buehler.
- Konnor Griffin von den Pirates wurde mit einer Verletzung des Sagittalbandes am linken Ringfinger auf die 10-Day IL gesetzt und fällt 8 bis 10 Wochen aus, nachdem er bereits im Juni wegen einer Unterarmverletzung pausieren musste.
- Ryan O'Hearn stellte beim 12:4-Sieg der Pirates gegen die Braves mit zehn RBIs und drei Homeruns einen Franchise-Rekord auf. Im ersten Inning schlug er einen Grand Slam, im dritten Inning folgte ein Three-Run-Homer, im sechsten Inning ein weiterer gegen Connor Thomas, zugleich sein 100. Career-Homerun.
- Shohei Ohtani erzielte am Dienstag gegen die Rockies per Leadoff Home Run gegen Michael Lorenzen seinen 300. Career Home Run, den 25. als Dodger, blieb einziger Japaner mit mindestens 300 Home Runs und erreichte im sechsten Jahr in Folge die 20-Home-Run-Marke.
- Justin Verlander gab bekannt, dass er nach der Saison 2026 zurücktreten wird. Der 43-Jährige bestritt in seiner 21. Spielzeit wegen Verletzungen nur einen Start, wurde aber als Legend Pick zu seinem zehnten All-Star Game berufen. Mit 266 Wins, 3.554 Strikeouts, drei Cy Young Awards und zwei World-Series-Titeln mit den Astros krönte er eine Hall-of-Fame-Karriere.
- Die Brewers setzen Kyle Harrison auf die 15-day IL mit "right forearm tightness". Harrison sagt selbst, dass er sich selbst keine großen Sorgen macht und es keine große Sache sei. Er wolle nur eine Pause einlegen, speziell jetzt, wo das ASB ansteht.
- Roch Cholowsky, der Shortstop von UCLA, ging beim MLB Draft 2026 als Nummer eins an die Chicago White Sox. Der Texas-Highschool-Shortstop Grady Emerson ging an zweiter Stelle zu den Tampa Bay Rays. Cholowsky lieferte in seiner Abschlusssaison eine Line von .320/.452/.636 mit 21 Home Runs und 60 RBIs ab, nachdem er im Vorjahr .353/.480/.710 mit 23 Home Runs und 74 RBIs erreicht hatte. Die White Sox sicherten sich damit ihren ersten First-Overall-Pick seit Harold Baines 1977.
Giants Corner
Die Giants schlossen die Woche vor dem All-Star Break mit Serien gegen die Blue Jays und Rockies mit einer Bilanz von 4-3 ab, gehen also mit leicht positiver Tendenz in die Pause.
Bevor wir kurz über die Highlights der Serien sprechen, wollte ich noch kurz auf die Draftpicks der Giants zu sprechen kommen. Eine tiefere Analyse des Drafts könnt ihr bei Alex Pavlovic hören/sehen. Die Giants wählten mit dem 4. Overall-Pick RHP Jackson Flora von der UC Santa Barbara aus. Dazu kamen mit dem 29. Pick LHP Carson Bolemon, mit dem 55. Pick RHP Kaden Waechter, mit dem 90. Pick OF Peyton Bonds (die anderen Picks schenke ich mir hier erstmal). Jackson Flora war den auf den Boards von ESPN, Fangraphs, MLB Pipeline und Baseball America der bestplatzierte Pitcher hinter den ersten drei Picks, bei The Athletic Rang fünf. Er ist Absolvent der Foothill High School wie einst Brandon Crawford und war der erste Pitcher, der in diesem Draft gezogen wurde. Für die Organisation der Giants, die aktuell händeringend nach Pitchern sucht, ein guter Fit, der evtl. schon nächstes Jahr erste MLB Luft schnuppern wird.
Die Serie gegen die Blue Jays endete mit 1-2 für die Blue Jays und wieder war das Pitching der entscheidende Faktor. Spiel 1 konnte noch gewonnen werden, weil Landon Roupp gut pitchte (8.0 IP | 1 ER | 5 K | 2 BB | GS 75), Heliot Ramos mit 2 HR, 1 3B und 5 RBI überzeugte und die Giants tatsächlich mal smarte und gutes Baserunning zeigten und einen double steal of home ausführten; am Ende gewannen sie das Spiel mit 10:1. Die Spiele 2 und 3 gingen dann verloren, weil Trevor McDonald und Logan Webb Probleme in ihren Outings hatten. Auf der anderen Seite zeigte uns Dylan Cease wie gutes Pitching geht, indem er einen No-Hitter bis ins 9. Inning trug.
Am Wochenende stand mit der Serie gegen die Rockies der Kampf um den letzten Platz in der NL West an. Die Giants konnten diese Serie, ich will sagen Gott-sei-Dank mit 3-1 gewinnen und so den Abfall auf den letzten Platz verhindern. In Spiel 1 gab es zudem den Splash HR von Eldridge (insgesamt Splash HR #109). Es hätte sogar ein Sweep werden können, aber in Spiel 2 implodierte der Bullpen mal wieder und die knappe 2:1-Führung wurde im 9. Inning mit einen 3-Run Inning wieder hergegeben. In Spiel 3 schlug Casey Schmitt im 6. Inning einen 3 R HR zum 4:1, diese Führung konnte dann tatsächlich ins Ziel "gerettet" werden. Das letzte Spiel gestern ging dann schon wieder gut, mit einem Inside-the-Park-Homerun des ersten Batter, los. Aber die Giants und vor allem Willy Adames mit 3 RBI konnten das Spiel noch drehen. Die Giants stehen in der Saisonserie gege die Rockies jetzt bei 5-5 und in der Saisonserie gegen die D-Backs 1-8. Hätten sie alleine in diesen beiden Serien etwas besser performt, stünden sie wesentlich besser da.
Sarah Langs teilte auf Bluesky letzte Woche einen interessanten Fakt: Mit Willy Adames, Rafael Devers und Casey Schmitt haben die Giants seit 1991 zum ersten Mal wieder ein Trio von Spielern, welches mehr als 15 Homeruns vor dem 95. Spiel schlugen.
Nach dem All-Star Break starten die Giants mit einer Serie in Seattle. Die nächsten 14 Tage haben die Giants außerdem, mit .445, das einfachste Programm der MLB. Die Trade Deadline ist am 3.8., bis dahin spielen die Giants noch gegen die Mariners, Royals, Angels, Brewers, und Padres. Es wird spannend wie sich die Lage bis Anfang August verändert und ob die Giants tatsächlich mal eine Serie starten können.
Giants Stats
Standings
- Gesamt: 41-55 (#25 in MLB) | L10: 5-5 | Streak: W2
- NL West: #4 | GB: 19.5 | WCGB: 10.5
- Home: 22-25 | Away: 19-30
- Run Differential: -64 (#26 in MLB) / -0.67 pG
Offense
- AVG: .256 (#4 in MLB) | OPS: .730 (#12 in MLB)
- HRs: 106 (#21 in MLB) | HR-Leader: Rafael Devers (19)
- RBIs: 381 (#23 in MLB)
- Runs: 395 (#24 in MLB) / 4.11 pG | SB: 35 (#28 in MLB)
Pitching
- ERA: 4.46 (#22 in MLB) | WHIP: 1.37 (#22 in MLB)
- Strikeouts: 732 (#27 in MLB)
- Runs Against: 459 / 4.78 pG
Best Hitters – Last 7 Days
- Heliot Ramos | 10/30 (0.333) | OPS .933 | 1 3B | 2 HR | 5 RBI
- Casey Schmitt | 7/28 (0.250) | OPS .800 | 1 2B | 2 HR | 5 RBI
- Rafael Devers | 6/22 (0.273) | OPS .888 | 1 2B | 1 HR | 5 RBI
Best Pitchers – Last 7 Days
- Landen Roupp (6.7.) | 8.0 IP | 1 ER | 5 K | 2 BB | GS 75
- Adrian Houser (7.7.) | 5.2 IP | 0 ER | 5 K | 1 BB | GS 73
- Trevor McDonald (12.7.) | 7.0 IP | 1 ER | 4 K | 1 BB | GS 70
Stats Corner
Top 5 Teams – Last 15 Games
- Boston Red Sox | 13-2 | 0.867
- Texas Rangers | 10-5 | 0.667
- Tampa Bay Rays | 10-5 | 0.667
- Minnesota Twins | 10-5 | 0.667
- Detroit Tigers | 10-5 | 0.667
Worst 5 Teams – Last 15 Games
- Athletics | 2-13 | 0.133
- Los Angeles Angels | 4-11 | 0.267
- Kansas City Royals | 4-11 | 0.267
- San Diego Padres | 5-10 | 0.333
- Cincinnati Reds | 5-10 | 0.333
Top Hitters – Last 7 Days
- Ben Rice (NYY) | OPS 1.577 | 5 HR | 12 RBI | 30 PA
- James Wood (WSH) | OPS 1.955 | 5 HR | 8 RBI | 29 PA
- Esmerlyn Valdez (PIT) | OPS 1.277 | 4 HR | 10 RBI | 27 PA
- Ryan O'Hearn (PIT) | OPS 1.250 | 3 HR | 12 RBI | 25 PA
- Shohei Ohtani (LAD) | OPS 1.313 | 4 HR | 7 RBI | 25 PA
Top Pitchers – Last 7 Days
- Dylan Cease (TOR, @ SF) | 8.0 IP | 0 ER | 11 K | 3 BB | GS 88
- Hunter Greene (CIN, vs CHC) | 7.0 IP | 0 ER | 12 K | 1 BB | GS 82
- Jesús Luzardo (PHI, @ CIN) | 7.0 IP | 0 ER | 11 K | 2 BB | GS 82
- Jared Jones (PIT, vs ATL) | 6.0 IP | 0 ER | 8 K | 0 BB | GS 80
- Zack Wheeler (PHI, @ CIN) | 7.0 IP | 1 ER | 14 K | 0 BB | GS 79
Vorschau auf die kommende Woche
Kommende Woche steht nun erstmal das All-Star Game an. Am Montag das Homerun-Derby und Dienstag das ASG. Das ASG wird hier, wie schon letztes Jahr, geflissentlich ignoriert.
Am Wochenende spielen dann die Dodgers gegen die Yankees, im Clash der zwei Dickschiffe, die Marlins spielen in Milwaukee und die Rangers bei den Braves.
Das war’s für diese Woche – wir lesen uns nächsten Montag wieder, wenn es wieder heißt: Inside the Dugout – der deutsche MLB-Wochenrückblick!
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