Woche 15 Recap

Published on 6 July 2026 by Stefan Dillinger
3791 Wörter | 16 min Lesezeit
Inhalt

Liebe Baseballgemeinde, willkommen zum Rückblick auf Woche 15 in der Major League Baseball.

Standings

American League East

Die Tampa Bay Rays führen die Division mit einer Bilanz von 52-35 (+35) an und performen dabei 4,8 Spiele über der erwarteten Bilanz. In der vergangenen Woche fegten sie die Kansas City Royals auswärts mit 3-0 vom Feld. Vier Spiele dahinter rangieren die New York Yankees (49-40, +78), die trotz des mit Abstand besten Run Differentials der Division eine der schlechtesten Wochen der Saison hinter sich haben; sie gewannen nur 3 ihrer letzten 15 Spiele, damit gehören sie zu den drei kältesten Teams in der gesamten MLB. Heute Nacht startet dann die 4-Spiele-Serie der Yankees bei den Rays, was den Yankees die Chance bietet Boden gut zu machen. Auf Platz drei folgen die Toronto Blue Jays (42-48, -42), die letzte Woche eine Serie gegen die Mets gewannen und den Auftakt des Westcoast Trips gegen die Mariners mit 1-2 verloren. Nur einen halben Sieg dahinter liegen die Baltimore Orioles (42-49, -28), deren 3-3-Bilanz der vergangenen Woche wenig Bewegung in der Divisionstabelle brachte. Schlusslicht sind die Boston Red Sox (40-48, +5), die aktuell mit drei Siegen in Folge den längsten Winning Streak der Liga inne haben, der durch einen Sweep der Los Angeles Angels zustande kam.

American League Central

Die Chicago White Sox (47-42, +26) führen die AL Central an und gehen mit zwei Siegen in Folge in die neue Woche. Nur einen Sieg dahinter liegen die Cleveland Guardians (47-44, -9), die die Woche mit einer 3-4-Bilanz abschlossen. Die Serie der beiden Teams gegeneinander am Wochenende endete mit einem Split, mehr dazu unter "Serien der Woche". Die Minnesota Twins (44-47, -17) belegen Platz drei und gewannen letzte Woche die Serien gegen die Astros und Yankees, angetrieben von Josh Bell. Der Twins-Hitter ging in der vergangenen Woche in 7 von 24 (.292), kam auf einen OPS von 1,245, zwei Doubles, vier Homeruns und neun RBI. Den vierten Platz belegen die Detroit Tigers (40-50, +11), die trotz einer Bilanz unter .500 die auffälligste Woche der gesamten Division hinlegten. Riley Greene ging 8-for-20 (.400), OPS 1,585, mit einem Double, einem Triple, vier Homeruns und zehn RBI. Casey Mize warf dazu 7.0 shutout Innings mit 10 Strikeouts und 0 BB gegen die Yankees, ein Auftritt, der maßgeblich zum Sweep beitrug. Mit 5-1 in der vergangenen Woche liegen die Tigers trotz allem 6,2 Siege unter ihrer erwarteten Bilanz. Am Ende der Division stehen die Kansas City Royals (36-54, -85), die nur einem Sieg aus den letzten fünf Spielen holen konnten.

American League West

Die Seattle Mariners (47-44, +27) übernehmen mit einer 5-1-Woche die Spitze der AL West von den Rangers. Gleich zwei Starter hatten erwähnenswerte Starts: Logan Gilbert warf 7.1 shutout Innings mit sieben Strikeouts, Bryce Miller legte 7.0 shutout Innings mit acht Strikeouts nach, beide jeweils ohne Walk. Der Sweep gegen die Los Angeles Angels rundete die Woche ab. Anderthalb Spiele dahinter folgen die Texas Rangers (45-45, -8) mit einer ausgeglichenen Woche gegen die Guardians und Tigers. Die Houston Astros (45-47, -44) folgen auf Platz drei und vor allem Yordan Alvarez konnte mit 10 Hits in 23 At-Bats (.435), einem OPS von 1,418, vier Homeruns und elf RBI überzeugen. Auf Platz vier folgen die Athletics (41-49, -72), die mit 4-11 in den letzten 15 Spielen zu den drei kältesten Teams der Liga zählen und letzte Woche einen Sweep gegen Miami kassierten. Schlusslicht der Division sind die Los Angeles Angels (36-55, -58) die aktuell einen 6-Spiele-Losingstreak haben und immer weiter zurückfallen.

National League East

Die Atlanta Braves (52-36, +96) führen die NL East mit dem zweitbesten Run Differential der gesamten Liga immer noch an und haben sich letzte Woche stabilisiert und beenden heute ihe Serie gegen die Mets. Drei Spiele dahinter liegen die Philadelphia Phillies (50-40, +7), die 4,3 Spiele überperformen. Auf Platz drei folgen die Miami Marlins (49-42, +24), die im Juni die vielleicht stärkste Phase der gesamten Liga hinlegten. Am 1. Juni standen sie auf dem letzten Platz der Division und 8 Spiele unter .500. Im Juni gingen sie dann 20-6 (.769), dazu lieferten sie den besten Team-ERA der Liga mit 3,01 und mit +53 eines der besten Run Differentials des Monats ab. Jetzt stehen sie 7 Spiele über .500, auf Platz 3 der Division und halten die dritte Wildcard. Der Sweep gegen die Athletics und eine 5-2-Woche bestätigen diesen Trend. Die Washington Nationals (46-45, +9) auf Platz vier profitierten von Cade Cavallis starken Start. Er lieferte 7.0 shutout Innings, 13 Strikeouts, 0 BB, das war die beste Einzelleistung eines Starters in der gesamten Liga in dieser Woche. Am Tabellenende stehen die New York Mets (37-53, -61), die mit 3-12 in den letzten 15 Spielen zu den drei kältesten Teams der gesamten Major League zählen, Baseball New York gewann von den letzten 15 Spielen zusammen nur 6 Spiele...

National League Central

Die Milwaukee Brewers (55-33, +127) führen die NL Central mit dem besten Run Differential der gesamten Liga an und bestätigten das mit einer 5-2-Woche mit Seriensiegen gegen die Reds und D-Backs. Sechs Spiele dahinter folgen die Chicago Cubs (50-40, +46), die supported von Dansby Swansons 9 Hits in 22 At-Bats (.409), OPS von 1,545, 1 2B, 5 HR, 11 RBI in den letzten 15 Spielen 11 gewannen; dazu kam ein Sweep gegen die San Diego Padres zu Hause. Die St. Louis Cardinals (47-40, +13) folgen auf Platz drei. Den vierten Platz belegen die Pittsburgh Pirates (46-45, +33). Sportlich weniger erfreulich verlief die Woche für Paul Skenes, dessen Start gegen die Phillies zu den schwächeren Auftritten seiner Saison zählte. Für Aufsehen sorgte dagegen Konnor Griffin. Mit 20 Jahren und 71 Tagen ist er der zweitjüngste Spieler der letzten 50 Jahre dem es gelang Home zu stehlen, jünger war zuletzt nur Bryce Harper im Jahr 2012. Schlusslicht sind die Cincinnati Reds (41-48, -60), die mit einer 2-5-Woche weiter an Boden verlieren.

National League West

Die Los Angeles Dodgers (59-32, +163) führen die NL West mit dem besten Run Differential der gesamten Major League an und bestätigten ihre gute Form mit einer 5-2-Woche. Unglaubliche 14 Spiele dahinter, bilanzgleich mit den Padres, folgen die Arizona Diamondbacks (44-45, -29) mit einer ausgeglichenen Woche. Mit dem schlechteren Run Differential liegen die San Diego Padres (44-45, -42) auf Platz drei. Sie konnten diese Woche nur ein Spiel gewinnen und hatten zwischenzeitlich eine 8 Spiele Niederlagenserie. Die San Francisco Giants (37-52, -66) auf Platz vier verloren vier ihrer letzten sechs Spiele, mehr dazu in der Giants Corner. Das Schlusslicht bilden die Colorado Rockies (37-54, -79), allerdings haben sie einen jungen Roster mit einigem an Offensivpotential, wie man an Jake McCarthy sieht, der letzte Woche 10 Hits in 31 At-Bats (.323), OPS 1,086, zwei Doubles, ein Triple, drei Homeruns, dreizehn RBI beisteuerte.

Serien der Woche

San Diego Padres @ Chicago Cubs

Nach einer Schwächephase in den lezten paar Wochen waren die Cubs zum Start der Serie das heißeste Team der Liga mit 11 Siegen aus den letzten 15 Spielen. Sie empfingen die Padres, die auf Platz 2 der NL West liegen und gerade die Serie gegen die Dodgers verloren hatten.

Und das erste Spiel der Serie ging gleich spektakulär los und endete mit einem 3:2 Comeback-Walk-Off-Sieg der Cubs durch einen deepen Flyball von Seiya Suzuki ins Leftfield gegen Mason Miller, der am Efeu nicht gefangen werden konnte und Pete Crow-Armstrong nach Hause brachte. Zuvor überzeugte Shōta Imanaga trotz 9 H und 0 BB über knapp sieben Innings; sein siebter Quality Start dieses Jahr. San Diego führte früh 2:0, doch eben jener Seiya Suzuki brachte die Cubs per RBI-Double und Sac Fly zurück ins Spiel. Im neunten Inning lud dann Alex Bregman die Bases per Single, und Suzuki sorgte mit einem Walk-off-Single, dem zehnten der Saison, für die Entscheidung.

Das zweite Spiel der Serie entpuppte sich dann zu einem Homerun-Derby, das die Cubs mit 9:7 für sich entscheiden konnten. Sie erzielten dabei ein Season-High von fünf Home Runs. Fernando Tatis Jr. eröffnete das scoring im ersten Inning mit einem Leadoff-Homer und Dansby Swanson antwortete im zweiten Inning mit seinem ersten Homer zum 2:1, ehe Bregman mit einem Three-Run-Homer gegen einen 2-0-Cutter auf 5:1 stellte. Die Padres antworteten durch Machado mit einem Two-Run-Homerun im dritten, doch Boyd begrenzte den Schaden über fünf-plus Innings. Swanson sorgte mit seinem zweiten Homer im Spiel für die 8:3-Führung, die PCA im 6. Inning per Homerun zum 9:3 ausbaute. Die Homeruns von Gavin Sheets und der zweite HR des Tages von Fernando Tatis Jr. im 8. Inning zum 9:7 reichten nicht aus um das Spiel nochmal zu drehen.

Spiel 3 entwickelte sich dann zu einem wirklichen offensiven Outburst der Cubs, in der sie die Padres mit 23:3 besiegten und dabei acht Homeruns schlugen, was den Franchise-Rekord egalisierte. Dansby Swanson steuerte drei Homeruns und acht RBI bei und kam damit in 24 Stunden auf fünf Homeruns, was den MLB-Rekord einstellte. Seiya Suzuki erzielte seinen 100. Homerun als Cubby. Walker Buehler geriet früh unter Druck und ließ in vier Innings neun Runs zu, wodurch sein ERA von 3.81 auf 4.61 stieg. Jordan Wicks warf die letzten drei Innings und sicherte sich trotz 20 Runs Vorsprung offiziell den Save. Für die Cubs war es der fünfte Sieg in Folge und der sechste Sweep der Saison.

Die Cubs sweepen also die Padres zu Hause mit 3:0 und haben sich Platz 2 in der NL Central zurück erobert. Der Rückstand auf die Brewers beträgt noch 5,5 Spiele. Offensiver MVP der Serie ist ganz klar Dansby Swanson mit 5 HR, 11 RBI und einem OPS von unglaublichen 2.462. Der Pitching MVP der Serie war Shota Imanaga mit 6.1 IP, 2 ER, 4 K, 0 BB und einem Game Score von 51.

Chicago White Sox @ Cleveland Guardians

Ab Donnerstag stand dann die Serie der White Sox bei den Guardians an. Diese Serie gabs letzte Woche schon einmal, allerdings in Chicago. Dort konnten die White Sox 2 der 3 Spiele gewinnen. Viel hat sich seit dem nicht verändert. Die White Sox haben die Serien gegen die Royals und bei den Orioles gewonnen und die Guardians die Serie gegen die Marieners gewonnen und die Serie gegen die Rangers verloren. Zum Serienstart lagen die Guardinas ein Spiel hinter den White Sox.

Und die beiden Teams machten dort weiter, wo sie letzte Woche aufgehört haben, denn die Guardians gewannen das Spiel per Walk-Off Homerun durch Brayan Rocchio mit 6:5. Bereits im ersten Inning vergaben die Guardians eine Chance mit Läufern auf erster und dritter Base ohne Outs durch einen Pickoff und ein Double Play. Slade Cecconi warf vier scoreless Innings, ehe er im fünften Inning einbrach, vier Doubles und drei Runs brachten die Guardians mit 2:3 in Rückstand. Im dritten Inning hatten Travis Bazzana (2-3, 2 BB) mit einem RBI-Double und Rocchio mit einem Bases-Loaded-Walk die Führung erzielt. Trotz erschöpftem Cecconi schickte Manager Stephen Vogt ihn auch ins sechste Inning, was zwei weitere Runs kostete. Das Bullpen um Daniel Espino, Sean Armstrong und Tim Herrin hielt danach dicht. Im sechsten Inning glich Cleveland durch Walks und einen Groundout von Chase DeLauter aus, im siebten sorgte David Fry mit einem Pinch-Hit-Homerun für die Wende, bevor Rocchio im neunten Inning gegen Grant Taylor den entscheidenden Two-Run-Homerun schlug.

Die White Sox und Guardians können es anscheinend nicht "normal" und auch das zweite Spiel der Serie endete mit einem Walk-Off-Sieg der Guardians. Ein frühes RBI-Single von Travis Bazzana im dritten Inning brachte die Guardians in Führung, ehe Miguel Vargas mit einem 3-Run-Homer im fünften Inning die White Sox in Führung brachte. Im siebten Inning glichen Hits von Austin Hedges und Steven Kwan zum 3:3 aus. Nach scorelosen achten und neunten Innings sicherte Kahlil Watson im zehnten Inning mit einem Single gegen ein eingerücktes Infield den entscheidenden Hit zum 4:3-Sieg.

Im dritten Spiel sicherten sich die White Sox dann einen 3:1-Sieg beendeten eine neunspielige Auswärtsniederlagenserie und zogen an der AL-Central-Spitze wieder mit den Guardians gleich. Sean Burke lieferte über sechs Innings ein Career-High von elf Strikeouts bei einem Earned Run und erreichte seinen 100. Saison-Strikeout. Colson Montgomery trug mit einem RBI-Double im ersten Inning und einem Solo-Homerun im achten Inning zwei Runs bei. Austin Hedges hatte zwischenzeitlich per Homerun im fünften Inning zum 1:1 ausgeglichen. Brandon Eisert bekam mit zwei scoreless Relief-Innings den Sieg, ehe Grant Taylor im neunten Inning den Save sicherte, nachdem Vargas per Sacrifice Fly einen Run eingebracht hatte.

Die Cleveland Guardians verloren dann das vierte Spiel der Serie mit 6:7 und mussten sich mit einem Split begnügen. Tanner Bibee kam nach zwei Regenverzögerungen nie in seinen Rhythmus und gab in vier Innings sechs Runs sowie drei Home Runs ab. Das Bullpen kämpfte mit Kontrollproblemen, ehe Erik Sabrowski, Tim Herrin und Cade Smith die Lage stabilisierten. Offensiv glichen Chase DeLauter mit seinem ersten Homer seit dem 17. Mai und Gabriel Arias mit einem 446-Fuß-Homer aus, doch Chicago ging im fünften Inning erneut in Führung und gab diese Führung dann nicht wieder her.

Der Seriensplit in diesem Duell führte zu keiner Tendenz an der Spitze der AL Central und beide Teams liegen weiterhin nur 1 Spiel getrennt. Offensiver MPV dieser Serie war Colson Montgomery mit einem OPS von 0.944 bei 2 HR und 4 RBI. Pitching MVP dieser Serie war Sean Burke mit 6.0 IP, 1 ER, 11 K, 0 BB und einem Game Score von 65.

Around the League

  • Willson Contreras wurde 2x in der Serie der Red Sox gegen die Nationals ejected. Die MLB verhängte im Nachgang des Bench-Clearing-Brawls der zur zweiten Ejection führte siebenspielige Suspensionen gegen Cade Cavalli und Willson Contreras sowie Geldstrafen für beide. Zusätzlich wurden Nationals-Pitcher Miles Mikolas für fünf und Red-Sox-Outfielder Nate Eaton für drei Spiele gesperrt. Cavalli hatte Contreras im vierten Inning nach einem Called Strikeout mit den Worten „Sit down, boy“ beschimpft, was vor Contreras' Immigrationshintergrund als rassistische Beleidung aufgefasst wird. Daraufhin stürmte Contreras zum Mound und warf seinen Helm in Richtung des Pitchers. Contreras, Interimsmanager Chad Tracy, Eaton und Mikolas wurden aus dem Spiel geworfen, während Cavalli auf dem Feld blieb. Cavalli entschuldigte sich am folgenden Tag öffentlich und betonte, keine rassistische Absicht gehabt zu haben.
  • Dave Roberts erreichte als schnellster Manager der MLB-Geschichte seinen 1.000 Sieg, nachdem die Dodgers die Athletics mit 9:3 besiegt hatten. Roberts benötigte dafür 1.606 Spiele und wurde damit zum 69. Manager mit dieser Marke, vor Cap Anson, der 1893 nach 1.641 Spielen seinen 1.000 Sieg gefeiert hatte. Roberts war zudem der zweite Manager innerhalb von zwei Tagen, der die Marke knackte, nachdem Tigers-Manager A.J. Hinch beim 7:3 gegen die Yankees ebenfalls seinen 1.000 Sieg eingefahren hatte. Unter den aktiven Managern lagen Roberts und Hinch damit gleichauf auf Platz zwei hinter Terry Francona, der bereits 2.072 Siege verzeichnet.
  • Josh Naylor geriet in Cleveland erneut in die Schlagzeilen, nachdem er im sechsten Inning eines 6-5-Guardians-Siegs am 28. Juni in ein Schreiduell mit Catcher Austin Hedges verwickelt wurde, nachdem er offenbar bewusst in einen Pitch gelaufen war, um am Arm getroffen zu werden. Hedges, von 2019 bis 2024 Naylors Teamkollege in San Diego und Cleveland, soll ihm dabei „nobody likes you“ zugerufen haben. Kurz darauf meldete sich der ehemalige Marlin Stone Garrett zu Wort und schilderte einen Vorfall aus dem Jahr 2016, bei dem Naylor ihn mit einem Messer verletzt habe, was eine Nervenschädigung an Garretts Daumen zur Folge gehabt habe. Naylor sei damals für ein Spiel gesperrt und wenig später beim Futures Game getradet worden.
  • Aroldis Chapman avancierte letzte Woche zum all-time Strikeout-Leader unter Relievern, als er Hoyt Wilhelms seit 1972 bestehenden Rekord überbot und bei den Red Sox seinen 1.364. Karriere-Strikeout verbuchte.

Giants Corner

Etwas sinnvolles über die Giants zu schreiben fällt mir irgendwie immer schweiriger, es geht ja doch irgendwie nur noch darum, wer denn jetzt gut genug spielt um zur Trade Deadline in Prospects für die Zukunft verwandelt zu werden. Andererseits passiert über die Woche auch so viel, spektakuläres und interessantes, dass ich es doch erwähnen will.

Und da fügt sich die Serie gegen die Diamondbacks sehr gut ein, denn sie waren bisher das Kryptonit der Giants, denn in dieser Saison war die Bilanz zum start der Serie 6-0. Und auch diese Serie verlief sehr enttäuschend. Schlechtes Pitching kombiniert mit allgemein schlechtem Baseball (Errors, Baserunning Fehler, ...) führten zu Niederlagen in den ersten beiden Spielen. Im Dritten Spiel konnte dann wenigstens Rookie Trevor McDonald überzeugen (6.0 IP | 0 ER | 5 K | 0 BB | GS 75) und den Giants den ersten Sieg gegen die D-Backs in diesem Jahr bescheren. Die starke Bilanz gegen die Giants ist der Hauptgrund warum die D-Backs aktuell bei .500 stehen und die Giants 14 Spiele unter .500. Ein paar Lichtblicke in der Serie waren Cox, Ramos und Arraez. Jonah Cox stahl im ersten Spiel eine Base und machte einen gute Catch im Outfield. Heliot Ramos kam von der IL zurück und war der offensive MVP mit 1 3B, 2 HR und 3 RBI, während Luis Arraez im Spiel am Mittwoch nur ein Double am Cycle vorbei schrammte.

Ein Lichtblick war dann zumindest vor dem Start in Denver, Logan Webb, denn er wurde National League Pitcher of the Month (Juni). Und das nachdem er nach einer schwierigen Saisonphase mit 5.06 ERA und einem IL-Aufenthalt zurückkehrte und in fünf Starts eine Bilanz von 3-1 bei einem ERA von 0.71 (2.24 FIP) ablieferte. Er warf in allen fünf Starts mindestens 7.0 Innings, der erste Giants-Pitcher mit dieser Serie seit Ty Blach 2017, und ließ dabei jeweils höchstens zwei Runs zu, eine Leistung, die seit Madison Bumgarner 2013 kein Giants-Pitcher mehr ablieferte.

Vor dem Serienfinale gegen die D-backs setzten die Giants Matt Chapman mit einer Bauchmuskelzerrung auf die 10-Day Injured List, nachdem sich die Verletzung, die er bereits seit einigen Wochen unterschwellig mit sich herumgetragen hatte, bereits am Vortag verschlimmert hatte und er trotzdem ein weiteres At-Bat absolviert hatte. Christian Koss wurde von Sacramento hochgezogen, während Casey Schmitt Chapmans Position auf 3B übernimmt.

Dann stand die Serie bei den Rockies an und ich hatte die Hoffnung, dass hier ein paar Siege rausspringen werden können. Ein Sieg wurde es, aber leider nur im Singular, denn zu mehr als einem Sieg reichte es in Denver nicht. Das Problem bleibt weiterhin das Pitching. Hinter Webb und Ray wird es echt dünn, Trevor McDonald liefert noch den Ein oder Anderen guten Start ab, aber sonst ist es in den meisten Spielen eine ewige Aufholjagd. Und in Denver kam noch dazu, dass Webb im ersten Spiel einen schlechten Start hatte und in 3 IP 7 ER kassierte; die Giants verloren das Spiel mit 3-15.

Der Roadtrip nach Phoenix und Denver, hatte aber auch das Ein oder Andere gut. Rafael Devers z.B. ist nun der Homerun-Leader der Giants mit 18 und erreichte das mit 4 HRs auf dem Roadtrip, dabei schlug er .364 und hatte einen OPS von 1.371. Positiv ist auch die Rückkehr von Heliot Ramos, dem die Pause nicht anzusehen ist. Er hatte 2 HRs und schlägt .364 in 26 PA.

Heute geht es gleich mit der Serie gegen die Blue Jays weiter, sie haben aus den letzten 15 Spielen nur 5 gewonnen (die Giants 6) und später in der Woche kommen die Rockies zum ersten mal nach San Francisco. Was soll ich sagen, ein paar Siege sollten dabei vielleicht rausspringen. Gegen die Blue Jays starten McDonald und Webb am Dienstag und Mittwoch, also könnte evtl ein Seriensieg dabei rausspringen.

Giants Stats

Standings

  • Gesamt: 37-52 (#26 in MLB) | L10: 4-6 | Streak: L1
  • NL West: #4 | GB: 21.0 | WCGB: 11.0
  • Home: 18-22 | Away: 19-30
  • Run Differential: -66 (#27 in MLB) / -0.74 pG

Offense

  • AVG: .256 (#5 in MLB) | OPS: .730 (#13 in MLB)
  • HRs: 99 (#19 in MLB) | HR-Leader: Rafael Devers (18)
  • Runs: 364 (#25 in MLB) / 4.09 pG | SB: 30 (#29 in MLB)

Pitching

  • ERA: 4.51 (#22 in MLB) | WHIP: 1.38 (#22 in MLB)
  • Strikeouts: 687 (#25 in MLB)
  • Runs Against: 430 / 4.83 pG

Best Hitters – Last 7 Days

  • Rafael Devers | 8/22 (0.364) | OPS 1.371 | 4 HR | 4 RBI
  • Luis Arraez | 9/25 (0.360) | OPS 1.025 | 2 2B | 1 3B | 1 HR | 2 RBI
  • Heliot Ramos | 6/24 (0.250) | OPS .905 | 1 2B | 1 3B | 2 HR | 3 RBI

Best Pitchers – Last 7 Days

Stats Corner

Top 5 Teams – Last 15 Games

  1. Miami Marlins | 11-4 | 0.733
  2. Chicago Cubs | 11-4 | 0.733
  3. Tampa Bay Rays | 10-5 | 0.667
  4. Philadelphia Phillies | 10-5 | 0.667
  5. Milwaukee Brewers | 10-5 | 0.667

Worst 5 Teams – Last 15 Games

  1. New York Yankees | 3-12 | 0.200
  2. New York Mets | 3-12 | 0.200
  3. Athletics | 4-11 | 0.267
  4. Toronto Blue Jays | 5-10 | 0.333
  5. San Francisco Giants | 6-9 | 0.400

Top Hitters – Last 7 Days

  1. Otto Lopez (MIA) | OPS 1.536 | 3 HR | 7 RBI | 30 PA
  2. Dansby Swanson (CHC) | OPS 1.545 | 5 HR | 11 RBI | 22 PA
  3. Jake McCarthy (COL) | OPS 1.086 | 3 HR | 13 RBI | 32 PA
  4. Riley Greene (DET) | OPS 1.585 | 4 HR | 10 RBI | 23 PA
  5. Yordan Alvarez (HOU) | OPS 1.418 | 4 HR | 11 RBI | 26 PA

Top Pitchers – Last 7 Days

  1. Cade Cavalli (WSH, @ BOS) | 7.0 IP | 0 ER | 13 K | 0 BB | GS 86
  2. Casey Mize (DET, @ NYY) | 7.0 IP | 0 ER | 10 K | 0 BB | GS 85
  3. Eury Pérez (MIA, @ ATH) | 7.0 IP | 0 ER | 8 K | 0 BB | GS 85
  4. Logan Gilbert (SEA, vs TOR) | 7.1 IP | 0 ER | 7 K | 0 BB | GS 83
  5. Bryce Miller (SEA, vs LAA) | 7.0 IP | 0 ER | 8 K | 0 BB | GS 81

Vorschau auf die kommende Woche

Heute Abend startet die Serie der Yankees bei den Rays. Die Rays führen die AL East an und die Yankees folgen 4 Spiele dahinter auf Platz 2. Der Trend beider Teams ist dabei in den letzten 15 Spielen gegensätzlich. Die Rays gewannen 10, die Yankees nur 3. Außerdem spielen die Brewers bei den Cardinals und die Braves bei den Pirates.

Zum Wochenende spielen dann die Diamondbacks bei den Dodgers, die Brewers bei den Pirates und die Braves bei den Cardinals.

Das war’s für diese Woche – wir lesen uns nächsten Montag wieder, wenn es wieder heißt: Inside the Dugout – der deutsche MLB-Wochenrückblick!

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