Division Series Recap 2026

Published on 11 October 2026 by Stefan Dillinger
3815 Wörter | 16 min Lesezeit
Inhalt

Liebe Baseballgemeinde, willkommen zum Rückblick auf die Division Series in der Major League Baseball.

Chicago White Sox @ Cleveland Guardians

Nachdem sich beide Teams ein Duell um die Spitze der AL Central geliefert hatten, trafen sie sich in der ALDS wieder. Die White Sox hatten die Saisonserie mit 7-6 gewonnen und haben in der Wild Card Round die Astros mit einem Gesamtscore von 13:6 nach Hause geschickt.

Spiel 1 (White Sox gewinnen 3:0)

Im ersten Spiel der ALDS gewannen die White Sox dann mit 3:0 und holten sich somit den Home-Field Advantage der Serie. White Sox starting Pitcher Hagen Smith retirete die ersten acht Batter, verlor im dritten Inning mit zwei Outs jedoch die Kontrolle und walkte drei Hitter in Folge mit 16 Pitches und lud die Bases. Reliefer Bryan Hudson löste die Situation dann mit Chase DeLauters Lineout. Im vierten Inning sorgte Munetaka Murakami mit einem 111 mph und 440 Fuß Two-Run-Homer für die 2:0 Führung der White Sox. Anschließend sorgten Jordan Hicks und Anthony Kay wieder für Verkehr auf den Bases, aber Brayan Rocchios Lineout beendete das 4. Inning scoreless für die Guardians. Grant Taylor übernahm dann ab dem sechsten Inning und schaffte mit zwei Hits und sechs Strikeouts über vier Innings den ersten Four-Inning-Save der Playoffs seit 2017. Im siebten Inning scorten die White Sox dann den dritten Run durch Colson Montgomerys double zum 3:0 Endstand.

Spiel 2 (White Sox gewinnen 4:3)

Im zweiten Spiel der ALDS gewannen die White Sox 4:3 bei den Guardians und führten in der Best-of-Five-Serie mit 2:0. Die Opener-Strategie der White Sox scheiterte früh, als Sean Newcomb nach einem Intentional Walk an Jo Adell einen Wurf zur ersten Base verzog und zwei Runs zuließ und Anthony Kay nach 0.1IP vom Mound musste. Guardians Starter Gavin Williams hingegen sammelte in fünf Innings 11 Strikeouts, benötigte dafür jedoch 91 Pitches. Im vierten Inning beendete Kyle Teel den No-Hit-Bid von Williams, ehe Munetaka Murakami nach einem 0-2-Count per RBI-Single verkürzte. Nach einem Single von Miguel Vargas im sechsten Inning war Williams' Abend dann beendet. Gegen Reliever Erik Sabrowski drehte Rookie Braden Montgomery die Partie mit zwei Outs per Two-Run-Double auf den ersten Pitch, Chase Meidroth legte ein RBI-Single nach. Bull-Reliever Sean Burke ließ in 5 1/3 Innings nur einen Hit zu und retirte 13 Batter in Folge, ein Postseason-Rekord für Reliever der White Sox. Grant Taylor kassierte im achten Inning ein RBI-Triple von Adell, sicherte aber den Save.

Spiel 3 (Guardians gewinnen 9:3)

Im dritten Spiel der ALDS wendeten die Guardians beim 0:2-Rückstand das Aus ab und gewannen bei den White Sox mit 9:3. Nach sieben Hits in den ersten beiden Spielen zusammen kamen sie in diesem Spiel auf elf, darunter vier mit Runners in Scoring Position. Opener Daniel Espino gab nach einem Walk und zwei Hits einen Run ab, ehe Foster Griffin in 2.2 IP sieben Strikeouts sammelte. Im dritten Inning sorgte Jo Adell mit einem bases-clearing Triple für eine 4:1-Führung. Im fünften Inning schlug José Ramírez ein Double, stahl die dritte Base und scorte bei drawn-in Infield nach einen Groundball von Chase DeLauter. Beim Stand von 5:3 strikte Tim Herrin im siebten Inning alle drei Batter mit 18 Pitches aus, ehe Ramírez im achten mit zwei Outs ein Two-Run-Triple schlug. Cade Smith sicherte den Sieg mit 5 Ks in den letzten beiden Innings. Das Spiel war das erste Spiel der DS in dem ein Team mehr als 5 Runs scorte.

Spiel 4 (Guardians gewinnen 9:5)

Im vierten Spiel der ALDS erzwangen die Guardians mit einem 9:5-Sieg bei den White Sox ein entscheidendes Game 5. Im ersten Inning sorgten Walks von Kwan, Adell und Lowe dafür dass White Sox Opener Hagan Smith vom Mound musste, doch Angel Martinez strikte mit Bases loaded gegen Erick Fedde aus. Im dritten Inning blieben Hard-Hit-Balls mit 97, 105 und 108 mph für die Guardians ohne Ertrag. Anschließend musste Parker Messick nach zwei Walks, die das 1:0 der White Sox bedeuteten, mit nur einem Out vom Mound. Ein Sac Fly von Sam Antonacci brachte dann das 2:0. Ein Pinch-Hit-Homerun von Patrick Bailey (!) und ein Homer von José Ramirez sorgten im fünften Inning für die 3:2-Führung, die Tanner Bibee und Tim Herrin, die zusammen nur zwei Outs liefern konnten, sofort wieder verspielten. Im sechsten Inning glich Travis Bazzana per Double gegen Anthony Kay aus. Danach blieb Closer Grant Taylor gegen sechs Batter ohne Out, und das Six-Run-Inning der Guardians sorgte für die Entscheidung (9:4). Stephen Vogt überreizte Cade Smith, der im neunten Inning mit gesunkener Velocity einen Solo-Homerun zuließ. Deshalb musste der vorgesehene Game-5-Starter Gavin Williams aushelfen und das Spiel beenden.

Spiel 5 (Guardians gewinnen 2:0)

Obwohl Gavin Williams zwei Tage zuvor das Spiel beendet hatte startete er Game 5 für die Guardians. Er ist damit der dritte Pitcher in der Geschichte der Playoffs, der das letzte Out eines Spiels erzielt und anschließend im nächsten Spiel als Starter antritt, wobei beide Spiele elimination Games waren. Und er lieferte im entscheidenden Duell gegen Sean Burke tatsächlich womöglich den besten Start seiner Karriere ab. Über 5.2 scoreless Innings verzeichnete er 12 K bei nur 2 BB bei einem Game Score von 77. Offensiv sorgte José Ramírez für den entscheidenden 2-Run Homerun im 4. Inning. Williams lud zwar im 6. Inning die Bases aber Erik Sabrowski bereinigte die Situation mit einem Strike Out. Die White Sox verzeichneten in diesem Spiel 21 Strikeouts, das sind die meisten Strikeouts in einem Postseason Spiel in der Geschichte der MLB.

Fazit

Die White Sox sahen schon fast wie der Sieger dieser Serie aus, aber sie konnten zu Hause kein Spiel und somit die Serie gewinnen. Der einzige Heimsieg der Serie, der den Guardians in Spiel 5 gelang, entschied dann die Serie. Überragendes Pitching in diesem Entscheidungsspiel war dann der entscheidende Faktor (21 Strikeouts insgesamt). Auf der anderen Seite sorgte José Ramírez mit einem OPS von 1.187, 2 HR und 7 RBI für die beste offensive Leistung der Guardians in dieser Serie. Die Gurdians waren außerdem das offensivstärkste Team in der Divsion Series, denn sie scorten 4.6 Runs per Game (23 total), das hätte ich jetzt auch nicht unbedingt erwartet.

New York Yankees @ Tampa Bay Rays (0-3)

Wie das Duell der White Sox gegen die Guardians ist auch dieses Duell ein Divisionsinternes. Die Rays gewannen die AL East mit 4.5 Spielen Vorsprung und haben auch die Saisonserie mit 7-8 für sich entschieden.

Spiel 1 (Rays gewinnen 1:0)

Und die Rays wurdern ihrer "Favoritenrolle" gleich im ersten Spiel gerecht und gewannen das Spiel mit 1:0, getragen von Drew Rasmussen. Der Starter der Rays ließ über acht Innings einen Hit und zwei Walks zu, kam auf zehn Strikeouts und erzeugte 23 Swing and Misses. Über 7.2 Innings blieben die Yankees sogar ohne Hit. Den einzigen Run lieferte Jonathan Aranda mit einem Home Run im dritten Inning. Der einzige Hit der Yankees gelang Austin Wells mit zwei Outs im achten Inning. Beim Versuch, ein Triple zu erzwingen, übersah er allerdings das Signal seines Third Base Coach und wurde nach einem starken Wurf von Victor Mesa Jr. und dem Relay von Taylor Walls an Third out gemacht. Bryan Baker beendete das neunte Inning dann mit zwei Strikeouts. Auf der anderen Seite kam Gerrit Cole auf 5 IP bei 1 BB und 5 Ks, die Yankees konnten allerdings offensiv nichts zählbares produzieren.

Spiel 2 (Rays gewinnen 5:2)

Im zweiten Spiel gewannen die Rays dann 5:2 gegen die Yankees und gingen in der Serie mit 2:0 in Führung. Die Yankees begingen allein im ersten Inning drei Errors, aber Cam Schlittler schaffte es durch das Inning und gab nur einen Run ab. Den einzigen Run ermöglichte ein Throwing Error von Jazz Chisholm Jr. Im zweiten Inning traf ein Flyball von Spencer Jones, wie schon im Spiel in Milwaukee teile der Dachkonstruktion, auch hier war es ein Out. Nach drei Innings standen die Rays mit Runnern in Scoring Position bei 0-for-13 in der Serie, ehe Ben Rice im vierten Inning per Solo-Homerun das Spiel ausglich. Im fünften Inning verpassten die Yankees mit Bases loaded die Führung, als Cody Bellingers 405-Fuß-Flyball, der in zwölf Ballparks ein Homerun gewesen wäre, in den Begrenzungen des Tropicana Fields blieb. Im Gegenzug kamen Aranda und Junior Caminero gegen Cam Schlittler auf Base und kamen durch Hits von Liam Hicks und Chandler Simpson nach Hause, ehe ein Single von Richie Palacios und der vierte Yankees-Error zwei weitere folgen ließen. Ian Seymour warf drei Innings mit vier Strikeouts und Bryan Baker closte das zweite Spiel der Serie. Auf der Seite der Yankees sorgte Ben Rice mit zwei Solo-Homeruns für die ersten beiden Runs der Yankees in der Division Series.

Spiel 3 (Rays gewinnen 4:3)

Nach zwei ernüchternden Auswärtsniederlagen standen die Yankees im dritten Spiel der ALDS mit dem Rücken zur Wand. Daher reagierte Aaron Boone mit einigen Veränderungen auf die offensive Schwäche und defensiven Errors: Anthony Volpe ersetzte Jazz Chisholm Jr. an Second Base, José Caballero übernahm Third Base von Ryan McMahon und Trent Grisham als Leadoff-Hitter. Die Offensive konnte zwar drei Runs produzieren, allerdings reichte das nicht und die die Rays gewannen das dritte Spiel mit 4:3 und zogen zum dritten Mal in der Franchise-Geschichte in die ALCS ein. Max Fried startete für die Yankees und hielt die Rays zuerst scoreless. Im dritten Inning brachte Jonathan Aranda Jonny DeLuca per RBI-Single nach Hause, Ben Rice glich per RBI-Single postwendend in der unteren Hälfte des Innings aus. Im vierten Inning homerte dann Ryan Vilade gegen Max Fried und Spencer Jones konterte für die Yankees mit einem RBI-Double. Rays Starter Nick Martinez schied im selben Inning nach einem Line Drive in den Rücken aus. Reliever Ian Seymour warf 1 1/3 Innings mit nur einem Hit und holte den Win. Im sechsten Inning hämmerte Victor Mesa Jr. Frieds letzten Pitch, einen Sweeper, zum 4:2 auf die Tribüne. Nach Fan Interference bei Volpes Fly Ball entschieden die Refs nach dem Replay auf einen Run für George Lombard Jr. und ein double für Volpe. Nach erfolglosen Pinch-Hit-Einsätzen von Jazz Chisholm Jr. und Giancarlo Stanton schloss Bryan Baker ds Spiel mit seinem dritten Safe in Folge mit zwei Strikeouts ab.

Fazit

Die Rays gewannen die ALDS also mit 3:0 und stehen in der ALCS. Den Grundstein legte Drew Rasmussen gleich in Spiel 1.: Er ließ in acht Innings nur einen Hit zu, kam auf zehn Strikeouts, und ein Homerun von Jonathan Aranda reichte zum 1:0 Sieg. In Spiel 2 leisteten sich die Yankees drei Errors im ersten Inning, die Rays nutzten das mit Small Ball, und Richie Palacios entschied die Partie mit einem Zwei-Run-Single. Spiel 3, das Erste in der Bronx, blieb bis zum Schluss offen. Victor Mesa Jr. brachte Tampa Bay mit einem Zwei-Run-Homer gegen Max Fried mit 4:2 in Führung, die Yankees verkürzten nur noch auf 4:3. Insgesamt kamen die Yankees ohne den verletzten Aaron Judge in drei Spielen auf nur fünf Runs, Ben Rice repräsentierte mit 2 HR und 3 RBIs fast alleine die Offensive. Erstmals seit 1980 wurden sie in einer Best-of-Five-Serie gesweept. Die Durststrecke ohne World-Series-Titel wächst damit auf 17 Saisons.

Atlanta Braves@ Los Angeles Dodgers (1-3)

Ich war wirklich gespannt auf diese Serie. Die Braves sahen die ganze Saison sehr stabil aus, außer für eine Schwächephase in Sommer. Die regular Season Serie gewannen die Braves mit 5–1. Die größte Frage bei den Dodgers war die nach der Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Shohei Ohtani. Die Beschwerden im linken Knie und im rechten Bizeps, die ihn seit dem Sommer begleiteten, blieben weiterhin bestehen, und Ohtani kündigte an, sie managen zu müssen.

Spiel 1 (Dodgers gewinnen 5:3)

Die Braves gingen das erste Spiel der NLDS als Bullpen-Spiel an, weil sie die nach den drei Wild-Card-Spielen gegen die Phillies mit einer angeschlagenen Rotation anreisten, und mussten gegen Tarik Skubal antreten. Die Dodgers gewannen das Spiel mit 5:3. Braves Opener Dylan Dodd hielt die Dodgers zunächst drei Innings ohne Run bei vier Strikeouts. Erst gegen den Bullpen kam die Offense der Dodgers ins Rollen. Im vierten Inning zug Freddie Freeman gegen Victor Mederos einen Walk, ehe Teoscar Hernández einen Two-Run-Homer über 431 Fuß schlug. Hernández hatte die Regular Season mit einem 179 wRC+ über die letzten 25 Spiele beendet. Im sechsten Inning legten Kyle Tucker per Two-Run-Homer und Max Muncy per Solo-Homer gegen AJ Smith-Shawver nach. Tarik Skubal retirete zwischen Drake Baldwins Single und Sean Murphys Solo-Homer 15 Batter in Folge und kam bei 100 Grad Fahrenheit auf sechs Innings mit sieben Strikeouts. Tanner Scott ließ im neunten Inning einen Two-Run-Homer von Ozzie Albies zu, ehe Evan Phillips den Save sicherte.

Spiel 2 (Braves gewinnen 3:2)

Im zweiten Spiel konnten die Braves dann mit 3:2 gewinnen und die Serie ausgleichen. Dodgers Starter Blake Snell benötigte 90 Pitches für elf Outs, walkte season-high fünf Batter, kam aber mit nur einem Run davon. Somit wurde das Spiel für beide Seiten erneut zum Bullpen-Game. Die Braves hatten den Start von Chris Sale auf Spiel 3 geschoben und Tyler Mahles Start auf ein mögliches Spiel 4. Die Dodgers blieben in den ersten fünf Innings mit Runnern in Scoring Position 0-for-7. Nachdem die Braves im ersten Inning durch ein RBI Single von Maurcio Dubon in Führung gegangen waren glich Freddie Freeman im vierten Inning per Home Run gegen Grant Holmes aus und beendete damit eine Durststrecke von 85 Plate Appearances ohne Home Run. Im fünften Inning erlaubte Kris Bubic Michael Harris II ein Triple und ermöglichte per Wild Pitch das 1:2. Edgardo Henriquez kassierte im siebten Inning das 1:3 durch ein Double von Harris. Didier Fuentes (2.45 ERA) sicherte mit 47 Pitches elf Outs auf Seiten der Braves, ehe Max Muncy im neunten Inning per Home Run verkürzte. Gegen Closer Raisel Iglesias konnten die Dodgers das Spiel aber nicht mehr drehen und die Serie ging mit 1-1 nach Atlanta.

Spiel 3 (Dodgers gewinnen 3:1)

Und die Dodgers konnten in Atlante gleich mit 3:1 gewinnen und so erneut die Führung in der Serie übernehmen. Auf Seiten der Braves begann Chris Sale stark und erzielte seine ersten sechs Outs per Strikeout, lag aber bereits nach drei Innings bei 62 Pitches. Die Dodgers ließen zunächst sechs Runner auf base zurück, im dritten Inning sogar mit Bases loaded, zudem raubte Mauricio Dubón Freddie Freeman einen Two-Run-Homer. Im vierten Inning gelang den Dodgers dann der Durchbruch. Nach Andy Pages' erstem Postseason-Hit schlug Kiké Hernández einen Two-Run-Homer, zwei Batter später erhöhte Freeman per Solo-Homer auf 3:0. Sale musste nach fünf Innings und 93 Pitches vom Mound. Auf der anderen Seite ließ Yoshinobu Yamamoto über sieben Innings bei 98 Pitches lediglich einen Run zu, der im fünften Inning nach zwei Singles und einem Walk per Groundout von Blake Baldwin erzielt wurde. Yamamotos zehn Strikeouts bedeuteten ein Postseason-Karrierehoch. Ohtani schlug erstmals als Fünfter in der Lineup und verbuchte 1 BB und 1 K.

Spiel 4 (Dodgers gewinnen 4:1)

Die Dodgers gewannen dann das vierte Spiel der NLDS bei den Braves mit 4:1 und erreichten ihre dritte NLCS in Folge. Die Braves kamen gut ins Spiel und im ersten Inninig punktete Michael Harris II nach einem Wild Pitch von Tyler Glasnow. Im zweiten glich Shohei Ohtani dann nach einem Walk, Stolen Base und einem Error von Mauricio Dubón aus. Glasnow ließ nach dem Leadoff-Single keinen Hit mehr zu, kam aber mit fünf Walks bei 78 Pitches nur auf 4 2/3 Innings. Im siebten Inning eröffnete Teoscar Hernández dann mit einem Single gegen Tyler Mahle die entscheidende Rally. Gegen Didier Fuentes luden Walks von Josue De Paula und Kyle Tucker die Bases, ehe Andy Pages mit einem Two-Run-Single eine Zwei-Run-Führung herstellte. Damit endete Mahles Serie von 22 Innings ohne Earned Run gegen die Dodgers. Max Muncy erhöhte im neunten Inning mit seinem 19. Postseason-Homer. zum 4:1 Endstand. Edwin Diaz sicherte sich den Save mit einem scoreless 9. Inning.

Fazit

Die Dodgers gewannen die NLDS also mit 3:1 und treffen in der NLCS auf die Brewers. Tarik Skubal (6.0 IP, 1 ER, 7 K, 2 BB, GS 69) und Yoshinobu Yamamoto (7.0 IP, 1 ER, 10 K, 1 BB, GS 74) legten mit ihren starken Auftritten den Grundstein für den Seriensieg. Während die Braves 2x auf ein Bullpenspiel setzen mussten um ihre Starter für die Heimspiele einsatzbereit zu haben. So reichten den Dodgers im Schnitt 3 Runs pro Spiel und das mit Hits zur rechten Zeit, die Braves dagegen konnten zu Hause nur jeweils einen Run scoren. Max Muncy ragte mit einem OPS von 1.250 und 3 HR bei 3 RBI in der Offensive der Dodgers heraus.

San Diego Padres @ Milwaukee Brewers

Auch die zweite Serie der National League war interessant und versprach Spannung. Die regular Season Serie gewannen die Padres mit 4–2. Beide Teams kamen mit 8 Siegen aus den letzten 10 Spielen heiß in die Postseason und die Padres fegten in der Wildcard Round über die Cubs hinweg.

Spiel 1 (Brewers gewinnen 3:2)

Die Brewers gewannen das erste Spiel der NLDS mit 3:2. Die Padres gingen allerdings zuerst 2:0 in Führung und beendeten den Abend von Brewers-Ace Jacob Misiorowski schon nach vier Innings. Jackson Chourio glich dann im dritten Inning mit einem Two-Run Homer aus, ehe William Contreras im siebten Inning per Solo Homer die Führung besorgte. Closer Trevor Megill befreite sich im achten Inning mit einem Strikeout gegen Fernando Tatis Jr. aus einer brenzligen Lage. Im neunten Inning erlaubte er ein Single von Dustin Harris, danach traf Ty France bei einem Out einen 98-mph-Fastball mit 105,3 mph Exit Velocity und 49 Grad Launch Angle. Der Ball, der potenziell die Führung bedeutet hätte, traf ein Dachkabel des geschlossenen American Family Field und fiel Chourio in den Handschuh. Laut Ground Rules blieb ein fairer Ball nach Dachkontakt im Spiel, und die Challenge der Padres scheiterte. Für die Padres war es nach dem Sweep gegen die Cubs die erste Niederlage dieser Postseason.

Spiel 2 (Brewers gewinnen 4:3)

Im zweiten Spiel der NLDS gingen die Brewers durch einen 4:3-Walk-off-Sieg mit 2:0 in der Serie in Führung, obwohl sie wieder zurück lagen. Brewers Starter Logan Henderson kassierte im ersten Inning nach einem Walk, einem Wild Pitch und einem Single von Ty France das 0:1. Danach retirete er allerdings acht Batter in Folge. Im fünften Inning führten dann zwei Errors zum 0:2. Brice Turang ließ einen Groundball durch die Beine rutschen, und Cooper Pratts Relay-Wurf war zu kurz. Auf der anderen Seite retirete Michael King die ersten 14 Batter, ehe Christian Yelich ein Double schlug und Sal Frelick ihn per Single zum 1:2 heimbrachte. Ein Error von David Hamilton leitete im siebten Inning das 1:3 ein. Im Gegenzug brachte Jake Cronenworths Wurf ins Dugout Garrett Mitchell zum 2:3 heim. Gegen Closer Mason Miller luden Walks von Yelich, Frelick und Gary Sanchez im neunten Inning die Bases. Jackson Chourio schlug dann bei zwei Outs und zwei Strikes einen Line Drive mit 109,5 MPH zum Walk-off-Sieg ins Center Field.

Spiel 3 (Padres gewinnen 4:3)

Im dritten Spiel der NLDS standen die Padres mit dem Rücken zur Wand und verkürzten mit einem 4:3-Sieg auf 1:2 in der Serie. Kurz vor dem Spiel fiel Closer Mason Miller aus, da seine Frau ihr erstes Kind zur Welt brachte. Zudem war Adrian Morejon aufgrund von Ermüdung in der linken Schulter nicht einsatzfähig. Wie in den ersten beiden Spielen gingen die Padres früh mit zwei Runs in Führung, die die Brewers erneut ausglichen. Jake Cronenworth brachte die Padres per Solo-Homerun gegen Reliever JoJo Romero mit 3:2 in Führung. Xander Bogaerts erzielte den vierten Run nach einem Throwing Error von Shortstop Cooper Pratt. Die Brewers verkürzten noch einmal, doch Bradgley Rodriguez rettete die Führung durch das siebte Inning. Danach übernahm Padres-Ace Michael King die letzten sechs Outs, obwohl er zwei Tage zuvor im zweiten Spiel 72 Pitches geworfen hatte. Mit seinem 40. Pitch erzwang er nach Christian Yelichs Line Drive mit 107 mph ein Game-ending Double Play und sicherte so den Sieg für die Padres.

Spiel 4 (Brewers gewinnen 3:1)

Die Brewers gewannen das vierte Spiel der NLDS gegen die Padres mit 3:1 und qualifizierten sich für die NLCS, in der wie im Vorjahr die Dodgers warteten. Im ersten Inning verzichtete Joey Ortiz unerklärlicherweise auf ein mögliches Double Play, aber Brewers-Starter Robert Gasser schaffte es trotz Bases-loaded ohne Run aus dem Inning. Im dritten Inning stahl Sal Frelick nach seinem Leadoff-Single Second Base und scorte durch Garrett Mitchells RBI-Single, womit die Brewers erstmals in der Serie zuerst punkteten. Fernando Tatis Jr. glich mit einem 429-Fuß-Homerun aus. Mitchell triplete im fünften Inning und kam durch Jackson Chourios Single zur 2:1-Führung ins Ziel, ehe Frelicks Sacrifice Fly im sechsten Inning auf 3:1 erhöhte. Kritisch war, dass Cooper Pratt im siebten Inning die letzte ABS Challenge verbrauchte, die William Contreras später gut gebrauchen hätte können. Gegen Abner Uribe raubte Mitchell dann Manny Machado mit einem überragenden Catch den Ausgleichs-Homerun. Nach Tatis' Homerun ließ das Pitching um Gasser (vier Innings) und Aaron Ashby (drei scoreless Innings) keinen Hit mehr zu und sicherte sich den Sieg.

Fazit

Die Brewers gewannen diese Serie also mit 3-1 und müssen nun erneut gegen die Dodgers in der ALCS antreten, die haben allerdings den Heimvorteil. Die Padres lieferten ihnen einen harten Kampf und verloren kein Spiel mit mehr als 2 Runs Unterschieds Sie waren immer sofort da und scorten in 3 der 4 Spiele zuerst. Die Brewers wurden allerdings nie nervös und drehten 2 Spiele noch. Ein Knackpunkt für die Brewes war ihr Bullpen. In dieser Serie gaben die Reliever der Brewers in 19 IP nur 1R (0.47 ERA) ab bei 8 BB und 16 Ks. In der Offensive konnte William Contreras mit einem OPS von 1.194, 2 HR und 2 RBI überzeugen.

Vorschau

ALCS

In der American League Championship Series spielen nun also ab Montag die Guardians gegen die Rays. Damit haben sich die small-market-Teams in der AL gegen die Schwergewichte aus New York, Boston und Chicago durchgesetzt. Die Rays warten schon seit Mittwoch auf ihren Gegner, gehen also ausgeruht in die Serie. Die Pitcher für das erste Spiel stehen aktuell noch nicht fest aber für die Rays könnte ich mir vorstellen, dass Drew Rasmussen starten wird. Sonst wird es vermutlich wieder sehr auf Matchups und die Stärke der Bullpens ankommen.

NLCS

Brewers gegen Dodgers, das ist also die Championships Series der National League und sie startet auch schon heute (Sonntag) Nacht. Neben den Yankees scheinen die Dodgers das einzige Team zu sein, dass sich auf festgelegte Starter verlassen kann. Für Spiel 1 und Spiel 2 stehen Skubal und Yamamoto in den Startlöchern. Für die Brewers steht bisher nur Misiorowski fest. Auf der anderen Seite haben die Brewers einen lights-out Bullpen, den die Dodgers so nicht Matchen können. Die Dodgers scorten in der DS 14 Runs (3.5 Runs pG) und die Brewers 13 (3.25 Runs pG), beide Offensiven sind gerade also nicht gerade heiß. Mal sehen ob eine der Offensiven noch etwas zulegen kann und so die Waage auf ihre Seite ziehen. Letztes Jahr kassierten die Dodgers in der NLCS nur vier Runs (jeweils einen Run pro Spiel), und die Brewers schlugen mit einem Average von 0.118. Da bin ich dieses Jahr wirklich gespannt!

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