Rückblick auf KW 31 in der MLB

Published on 4 August 2025 by Stefan Dillinger

Liebe Baseballgemeinde, willkommen zum Rückblick auf die Woche 31 in der Major League Baseball.

Am Anfag wollte ich mich für die vielen Likes, Interaktionen und Kommentare auf Social Media, vor allem Instagram (deshalb erscheinen sie auch nicht unterm Blog), bedanken. Das motiviert mich doch sehr zu sehen, dass meine Posts auch von Menschen gelesen werden.

Standings

American League East

In der AL East haben sich die Toronto Blue Jays mit einer beeindruckenden Bilanz von 65–48 weiter an der Spitze festgesetzt. Nachdem sie die Serie gegen die Tigers mit 3-1 gewonnen hatten, lief es nun gegen die Orioles (1-3) Royals (1-2) nicht so gut. Dahinter rangieren die Boston Red Sox (62–51), die nach einem 8–2-Stretch ihre Playoff-Ambitionen untermauern und mit fünf Siegen in Serie (Sweep gegen die Astros) den Sprung auf Platz 2 geschafft haben. Die New York Yankees (60–52) fielen auf Platz 3 zurück, was vor allem an schlechter bzw. unkonzentrierter Defense liegt. Als Beispiel kann hier der Baserunning Error von Jazz Chisholm genannt werden. Die Tampa Bay Rays (55–58) sind weiterhin knapp unter .500 und haben wohl nur noch Außenseiterchancen im Playoffrace. Ende Juni waren sie nur ein halbes Spiel hinter den Yankees auf Platz 2, jetzt liegen sie mit 10 Spielen Rückstand auf Platz 4 der Division. Ganz unten, die Baltimore Orioles (51–61).

American League Central

In der AL Central führen nach wie vor souverän die Detroit Tigers (65–48), die sich mit .500er-Ball in den letzten 10 Tagen stabiliserien konnten. Die Cleveland Guardians (56–55) folgen acht Spiele hinter Detroit und drei Spiele hinter einem Wildcard-Platz, es bleibt abzuwarten wie es mit dem Team weitergeht (siehe Around the League). Auf Rang 3 stehen die Kansas City Royals (56–56), die nach einer soliden 7–3-Woche etwas Boden gut machen konnten. Die Minnesota Twins (52–59) liegen auf Platz 4 und müssen sich nach dem Außverkauf an der Trade Deadline wohl erstmal wieder sammeln. Schlusslicht bleiben die Chicago White Sox (42–70), mit 42 Siegen haben sie allerdings jetzt schon mehr Siege gesammelt als in der gesamten letzten Saison (41), es scheint also in kleinen Schritten vorwärts zu gehen.

American League West

In der AL West geben die Houston Astros (62–50) das Tempo vor, auch wenn sie durch ihre jüngste 2–8-Woche mit drei Niederlagen in Folge etwas ins Stocken geraten sind. Die Astros müssen dringend wieder in ihre gewohnte Form zurückfinden, um den Divisionstitel nicht noch aus der Hand zu geben. Denn 2,5 Spiele dahinter reihen sich die Seattle Mariners (60–53) ein und ihre Verstärkungen zur Trading Deadline zeigen klar ihre Ambitionen auf. Die Texas Rangers (58–55) sind ebenfalls solide unterwegs, liegen aber mit 2.0 GB in der Wildcard doch noch etwas zurück. Die Los Angeles Angels (54–58) und Athletics (49–65) werden wohl keine ernsthafte Rolle mehr spielen.

National League East

In der NL East Cruise die Philadelphia Phillies (63–48) und New York Mets (63–49) im Gleichschritt an der Spitze. Beide Spielen aktuell .500er Ball. Die Mets verloren jüngst eine spektakuläre Serie gegen "meine" Giants und die Phillies gewannen eine mögliche "World Series Preview" mit 2-1 (siehe Serien der Woche). Dahinter kommen die Miami Marlins (55–55) immer näher und haben mittlerweile einen .500-Record und konnten am Wochenende die Yankees sweepen. Die Atlanta Braves (47–63) und die Washington Nationals (44–67) liegen abgeschlagen auf Platz 4 und 5.

National League Central

An der Spitze der NL Central, mit der besten Bilanz der MLB, stehen die Milwaukee Brewers (67–44), dicht gefolgt von den Chicago Cubs (65–46) mit 2 Spielen Rückstand und der zweitbesten Bilanz der MLB. Bei den Brewers musste Jacob Misiorowski auf die 10-d IL, da er einen Ball gegen das Schienbein bekam. Sie konnten die letzten beiden Serien gegen die Cubs (2-1) und Nationals (3-0) gewinnen. Die Cincinnati Reds (58–54) haben ihre Playoff-Hoffnungen mit einem durchwachsenen 6–4-Stretch und Platz 3 der Division noch nicht begraben, liegen aber schon 4 Spiele im Wildcard-Race zurück. Die St. Louis Cardinals (56–57) sind mit 4 Spielen Unter .500 weiter im Niemandsland. Am Tabellenende rangieren die Pittsburgh Pirates (48–64).

National League West

In der NL West thronen nach wie vor die Los Angeles Dodgers (65–47) an der Spitze. Ihre Verletztenliste wird auch langsam etwas kürzer, am Samstag kehrte Blake Snell auf den Mound zurück. Dabei erlaubte er 3 Runs bei 5 Hits und und 8 Strikeouts; dabei warf er 86 Pitches. Dahinter lauern die San Diego Padres (62–50) mit 3 Spielen Rückstand und konnten Dank 7 Siegen aus den letzten 10 Spielen etwas Boden gut machen. Auf Platz 3 kommen die San Francisco Giants (56–56), die an der Trade Deadline zu leichten Sellern wurden und Doval, Yazstremski und Rogers für Prospekts veräußerten. Währen ihres letzten Homestands verloren sie alle sechs Spiele - zum ersten Mal seit 1896. Damals kamen einige dieser Niederlagen gegen die Boston Beaneaters. Die Serie bei den Mets am Wochenende konnten sie nun trotzdem mit 2-1 und einem Starken Spiel am Sonntag gewinnen. Mit 6 bzw. 9 Spielen Rückstand in der Wildcard und Division müssten sie jetzt schon heißlaufen um noch in die Playoffs zu kommen. Die Arizona Diamondbacks (53–59) haben ihre stärksten Spieler weg getradete und haben wie die Colorado Rockies (30–81) keine Aussichten mehr auf die Playoffs.

Wild-Card

Stand heute kämpfen in der AL die Boston Red Sox (62–51, +2.0 WCGB) um die Spitzenposition, gefolgt von den New York Yankees (60–52, +0.5) und den Seattle Mariners (60–53). Die Texas Rangers (58–55, 2.0), Cleveland Guardians (56–55, 3.0) und Kansas City Royals (56–56, 3.5) sind noch im Rennen während die Tampa Bay Rays (55–58, 5.0) wohl nur noch Außenseiterchancen haben.

In der NL führen die Chicago Cubs (65–46, +3.5 WCGB) vor den New York Mets (63–49, +1.0) und den San Diego Padres (62–50). Dahinter liegen die Cincinnati Reds (58–54, 4.0), San Francisco Giants (56-56, +6.0), Miami Marlins (55–55, 6.0) und St. Louis Cardinals (56–57, 6.5). Wenn ich mir die Leistungen der Cubs, Mets und Padres so ansehen, fällt es mir schwer mir vorzustellen, dass sich da noch was tut.

Serien der Woche

Nach dem Versuch letzte Woche mehrere Serien zu beleuchten, kehre ich diese Woche wieder zum alten System zurück. Es hat sich gezeigt, dass mehr als eine Serie pro Tag einfach nicht vernünftig abzubilden ist, wenn der Artikel nicht mehr als 2000 Wörter lang sein bzw. 5min Lesezeit haben soll.

Chicago Cubs @ Milwaukee Brewers

Die Cubs und Brewers standen zu Beginn der Serie mit der identischen Bilanz von 62-43 an der Spitze der NL Central, teilten sich den besten Record der National League und waren nur ein halbes Spiel hinter den Blue Jays ligaweit. Die Brewers kommen nach einer Achterbahnfahrt in diese Serie. Nach einem durchwachsenen Start in die Saison haben sie sich in den letzten zwei Monaten als eines der besten Teams der Liga etabliert. Der 11-Game Win-Streak wurde zwar von den Mariners beendet, aber das Team zeigt konstant starke Leistungen. Besonders bemerkenswert: Spieler wie Christian Yelich, Joey Ortiz und Jackson Chourio, die katastrophal in die Saison starteten, haben sich drastisch gesteigert. Die Cubs hingegen spielen soliden, wenn auch nicht spektakulären Baseball im Juli (13-8 Record). Nach fünf aufeinanderfolgenden Serien gegen American League Teams kehren sie endlich zu einem NL-Divisionsrivalen zurück - das erste Mal seit der Serie gegen die Cardinals am 6. Juli.

Im ersten Spiel konnten die Brewers am Montagabend einen spektakulären Comeback-Sieg gegen die Chicago Cubs feiern. Nach einem katastrophalen ersten Inning, das sie mit 0:3 in Rückstand brachte, drehten die Brewers das Spiel und gewannen letztendlich deutlich mit 8:4. Jacob Misiorowski erlebte einen Albtraum-Start: Bases loaded 0 Outs, ein schlechter Wurf der über den First Baseman flog und drei Runs kassiert, ohne dass Chicago einen einzigen RBI verbuchte. Doch der Rookie-All-Star-Pitcher fing sich wieder und ließ nach dem ersten Inning keinen einzigen Baserunner mehr zu: elf Batter in Folge retired. Die Offense explodierte dann im dritten Inning gegen Matthew Boyd, der ungewöhnlich schwach war und mit der Kontrolle der Strike-Zone kämpfte. Christian Yelich brachte mit einem RBI-Double die Wende, Isaac Collins egalisierte das Spiel mit einem Two-Run-Single bei Bases loaded. Brice Turang komplettierte das Four-Run-Inning mit einem Sacrifice Fly. Andrew Vaughn setzte seine beeindruckende Form als Brewer fort, sein Solo-Homer im fünften Inning war bereits sein vierter in nur 14 Spielen seit dem Trade von den White Sox. Sal Frelick und Christian Yelich (20. Homerun der Saison) sorgten für weitere Runs und sicherten den Sieg.

Andrew Vaughn war dann der überragende Mann des Abends im zweiten Spiel, welches die Brewers mit 9:3 gewannen, mit 6 RBIs, darunter ein Grand Slam im sechsten Inning. Quinn Priester kämpfte sich durch 5⅔ Innings mit nur zwei Earned Runs, obwohl er nicht seine beste Performance zeigte. Der einzige Wermutstropfen: Jackson Chourio musste nach einem Hamstring-Spasm das Spiel vorzeitig verlassen. Die ersten Berichte deuten jedoch auf eine glimpfliche Verletzung hin. Mit diesem Sieg sicherten sich die Brewers die Serie und halten den besten Record der MLB.

Mit einem dominanten 10:3-Sieg im dritten Spiel konnten die Cubs wieder ein Spiel auf die Brewers gut machen. Die Offensive war von Beginn an da: Michael Busch eröffnete das Spiel mit einem Leadoff-Homer auf den ersten Pitch von Freddy Peralta. Contreras’ Solo-Shot zur 1:1 Führung war nur von kurzer Dauer. Den entscheidenden Hit setzte Moises Ballesteros im dritten Inning. Nach Kyle Tuckers Single und Seiya Suzukis Walk, sowie Pete Crow-Armstrongs RBI-Double, kam der Rookie mit geladenen Bases an die Plate. Sein bases-clearing Three-Run-Double ins Opposite Field gab den Cubs eine komfortable 5:1-Führung. Fünf Runs gegen Peralta, mehr als er in jedem seiner 23 Starts diese Saison kassiert hatte. Die Cubs-Offense ließ nicht nach und legte im sechsten Inning nach: Tucker lieferte ein Two-RBI-Double, nachdem Dansby Swanson bereits vorgelegt hatte. Shota Imanaga war trotz drei zugelassener Runs solide und sammelte acht Strikeouts über fünf Innings. Das Bullpen erledigte dann den Rest, angeführt von Brad Kellers zwei scoreless Innings. Ian Happs Pinch-Hit-Homer im neunten Inning setzte den Schlusspunkt unter eine offensiv starkes Spiel der Cubs.

Nach dem Gleichstand zu Beginn musste die 3-Spiele-Serie einen alleinigen Führenden ergeben, aktuell stehen die Brewers alleine an der Spitze der NL Central.

Detroit Tigers @ Philadelphia Phillies

Die Detroit Tigers reisten dann am Wochenende nach Philadelphia zu einem wichtigen Three-Game-Set gegen die Phillies und einer möglichen World Series Vorschau. Detroit kam mit Schwung nach Philadelphia, nachdem sie vier Spiele in Folge gewonnen haben, inklusive einem Series Sweep gegen die Arizona Diamondbacks. Die Tigers führten die AL Central souverän an und lagen nur ein Spiel hinter den MLB-führenden Milwaukee Brewers. Mit einem beeindruckenden Run Differential von +81 (viertbester Wert der Liga) und 9 Spielen Vorsprung auf Cleveland waren sie in einer komfortablen Position. Die Phillies hingegen haben ihre letzten 10 Spiele ausgeglichen gespielt (5-5). Sie verloren zuletzt ihre Road Series gegen die White Sox 2-1, hatten aber zuvor ein erfolgreiches Three-Game-Set gegen die Yankees in der Bronx gewonnen. Mit einem Run Differential von +67 liegen sie drei Spiele hinter dem besten Record der Liga zurück.

Das erste Spiel der Serie verloren die Tigers dann 5:4 gegen die Phillies und verschenkten dabei eine starke Performance von Jack Flaherty. Der Starting Pitcher ging über 6 Innings mit nur 2 Hits und 7 Strikeouts, nachdem Gleyber Torres früh mit einem Three-Run-Homer für eine 3:0-Führung gesorgt hatte. Doch dann kam das altbekannte Problem: der Bullpen. Will Vest und Brenan Hanifee kassierten in entscheidenden Momenten wichtige Runs. Besonders bitter war Hanifees Wild Throw im unteren 8. Inning, der zwei Baserunner aufrücken lies. Wenceel Pérez brachte die Tigers mit einem Solo-Homer im oberen 8. noch einmal in Führung, aber die Relief Pitcher ließen das Team im Stich. Ein frustrierender Auftakt der Post-Trade-Deadline-Serie in Philadelphia.

Was als Cy Young-Duell zwischen Tarik Skubal und Zack Wheeler begann, entwickelte sich zu einem dramatischen Slugfest (7:5 Tigers). Die Tigers kontrollierten das Spiel früh durch Homeruns von Colt Keith und Kerry Carpenter im dritten Inning. Skubal dominierte zwar sieben Innings lang mit zehn Strikeouts, bevor ihm im siebten die Phillies-Offense um Bryce Harper und Nick Castellanos gefährlich wurde. Javier Báez lieferte den entscheidenden Two-Run-Triple im achten Inning für die 7-3-Führung. Obwohl Harper mit einem späten Two-Run-Homer nochmal verkürzte, sicherte der neue Closer Kyle Finnegan den Sieg mit seinem ersten Save als Tiger.

Das Finale der Serie bot dann spektakuläres Playoff-Feeling welches die Phillies 2:0 gewannen. Cristopher Sánchez dominierte für die Phillies mit seiner Sinker-Changeup-Kombination über acht Innings, ließ nur vier Hits zu. Charlie Morton glänzte in seinem Tigers-Debüt nach dem Trade; der 41-Jährige warf sechs starke Innings mit nur einem Run. Riley Greene stahl mit zwei sensationellen Catches die Show defensiv. Kyle Schwarber entschied dann das Spiel im achten Inning mit seinem 38. Saisonian-Homer gegen Tyler Holton, damit führt er die National League wieder an. Jhoan Duran beendete das Spiel mit 103 mph Fastballs.

Spieler der Woche

Diese Woche gibt es keinen Spieler der Woche, sondern ein Spiel der Woche. Denn am Samstag Abend schrieb die MLB Geschichte. Im Bristol Motor Speedway, auch bekannt als Thunder Valley, trafen die Cincinnati Reds und Atlanta Braves aufeinander – das erste MLB-Spiel überhaupt in Tennessee. Mit 85.000 verkauften Tickets war es das bestbesuchte MLB-Event aller Zeiten. Die Reds fungierten als Home Team, die Braves als Visiting Team. Das Setting konnte spektakulärer nicht sein: NASCAR-inspirierte Uniformen, Country-Sänger und die ikonische Atmosphäre einer der berühmtesten Rennstrecken Amerikas. Drei Jahre Planung stecken in diesem Event, eine ambitionierte Kollaboration zwischen MLB und NASCAR, um Baseball in einem völlig neuen Rahmen zu präsentieren. Die Idee: Den Sport an einem ungewöhnlichen Ort wachsen lassen und Fans aus dem ganzen Land zusammenbringen. Ein Event, das zeigt, wie kreativ die MLB bei der Expansion ihrer Reichweite wird.

Allerdings verlief das Spiel nicht wie erhofft denn nach einem verregneten Samstag musste das Spiel am Sonntag fortgesetzt werde und die Atlanta Braves improvisieren. Hurston Waldrep fuhr 200+ Meilen nach Bristol und lieferte in seinem ersten Start der Saison ab: 5⅔ Innings, nur 1 Earned Run. Der Rookie zeigte sich deutlich verbessert gegenüber 2024 und pitchte sich mit seinem Splitter souverän durch das Reds-Lineup. Eli White war der offensive Held mit zwei Homeruns – beide über 410 Feet und 107+ mph Exit Velocity. Sein Three-Run-Shot im 2. Inning drehte das Spiel (3:1), sein Solo-Homer im 7. Inning sorgte für die Entscheidung (4:2). Die Braves gewannen 4:2 und sicherten sich damit ihre erste Serie seit dem All-Star Break. Einziger Wermutstropfen: Austin Riley verletzte sich erneut und könnte zurück auf die IL.

Around the League

  • Die Cleveland Guardians durchleben ihre schlimmste Saison der jüngeren Geschichte. Was als hoffnungsvolle Kampagne begann, ist zu einem alptraumhaften Szenario aus Skandalen und Verrat mutiert. Der erste Schock kam Anfang Juli als Luis Ortiz wegen Wett-Untersuchungen auf Administrative Leave gesetzt wurde. Als Teil des Trades für Fan-Favorite Andrés Giménez sollte er die Rotation stabilisieren. Stattdessen verschwand er von der Bildfläche, nachdem verdächtige Wett-Bewegungen bei First-Pitch-Props entdeckt wurden. Ein 10-Game-Losing-Streak folgte unmittelbar. Das Team kämpfte sich tapfer zurück, gewann 11 von 13 Spielen und erreichte wieder .500. Dann kam der nächste Tiefschlag. Am Montag wurde Emmanuel Clase, der All-Star-Closer und Franchise-Saves-Leader, ebenfalls wegen Gambling-Ermittlungen suspendiert. Nach seiner besten Saison überhaupt ist Cleveland’s wichtigster Reliever weg - nicht durch Trade oder Injury, sondern durch eigenes Verschulden. Manager Stephen Vogt hatte Clase trotz des Wissens um die Ermittlungen in beiden Games eines Doubleheaders eingesetzt. Die Clubhouse-Atmosphäre ist vergiftet. José Ramírez ist “on edge”, die Stimmung toxisch. Was früher durch “next man up”-Mentalität und Teamgeist funktionierte, ist durch Egoismus und Skandale zerstört. Mal sehen wie das alles noch weiter geht und ob weitere Spieler involviert sind.
  • Ein gewöhnlicher Donnerstagabend zwischen den Atlanta Braves und Cincinnati Reds entwickelte sich zu einem spektakulären Schlagabtausch im achten Inning. Die Braves brachen bei 3:3 ein 8-Run-Feuerwerk los, nur um dann selbst acht Runs zu kassieren - erst das dritte Mal in MLB-Geschichte, dass beide Teams im selben Inning acht oder mehr Runs erzielten. Insgesamt 16 Hits, 25 Batter und fünf Pitcher prägten dieses verrückte Inning. Marcell Ozuna fasste es treffend zusammen: “Ich habe noch nie so etwas gesehen.” Am Ende gewannen die Braves 12:11 nach zehn Innings, dank Ozunas Sacrifice Fly im 10. Inning. Ozzie Albies führte mit vier Hits die Braves-Offense an. Und die Serie ungewöhnlicher Scores setzte sich am Freitag fort. Die Rockies kassierten im ersten Inning 9 Runs bei 10 Hits, gewannen am Ende aber noch 17:16 gegen die Pirates. Ähnliches passierte in Miami. Die Yankees führten bereits 6:0, 9:4 und 12:10 und verloren am Ende dann doch noch mit 12:13.

Vorschau auf die kommende Woche

Am Anfang der kommenden Woche spielen die Astros in Miami, ein weiterer Härtetest für die red-hot Marlins. Dann spielen die Yankees in Texas bei den Rangers. Die Yankees liegen in der Wildcard 2.5 Spiele vor den Ragers, also ein wichtiges Spiel um die Playoffs. Außerdem spielen die Reds bei den Cubs. Für die Reds gilt es im Wildcard Rennen keinen Boden zu verlieren.

Am Wochenende gibt es dann wieder viele interessante Serien mit Playoff-Implikationene: Astros @ Yankees, Mets @ Brewers, Phillies @ Rangers, Red Sox @ Padres und Blue Jays @ Dodgers. Da weiß man garnicht wo man zuerst hinsehen soll. Ich denke ich werde mich auf die Serie Blue Jays @ Dodgers konzentrieren.

Das war’s für diese Woche – wir lesen uns nächsten Montag wieder, wenn es wieder heißt: Inside the Dugout – der deutsche MLB-Wochenrückblick!

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