Woche 23 Recap
3793 Wörter | 16 min Lesezeit
Inhalt
Liebe Baseballgemeinde, willkommen zum Rückblick auf Woche 23 in der Major League Baseball. Diese und auch die nächste Ausgabe kommen aus dem Urlaub, daher könnte der Informationsgehalt der Artikeletwas dünner sein als gewohnt. Auch müssen die "Storylines" bis um 9.9. leider pausieren, da hier das Internet nicht immer gut genug ist um die Shortposts zu veröffentlichen.
Standings
American League East
Auf Platz 1 der AL East stehen die Tampa Bay Rays (82-54, +54 Run Differential), die mit vier Siegen in Folge und einer 5-1-Bilanz in den vergangenen sieben, mit Seriensiegen gegen die Tigers und Padres, Tagen die klare Nummer 1 im Osten bleiben. Mit 4.5 Spielen Rückstand folgen die New York Yankees (78-59, +117), die in den vergangenen 15 Spielen auf eine 10-5-Bilanz kommen und damit zu den fünf formstärksten Teams der Liga zählen. Dahinter liegen die Boston Red Sox (74-63, +84), die sich in der abgelaufenen Woche mit 3-4 leicht schwerer taten als der Rest der Spitzengruppe. Mehr zur Serie zwischen den Yankees und Red Sox vom letzten Wochenende weiter unten bei "Serien der Woche". Auf Platz 4 rangieren die Baltimore Orioles (68-69, -18), die drei Siege in Serie feierten und die Athletics auswärts 3-0 sweepten. Schlusslicht bleiben die Toronto Blue Jays (68-70, -50), Max Scherzer lieferte mit 7.0 IP, 0 ER und 10 K die beste Pitching-Performance der Woche in der gesamten Division und der Sweep gegen Seattle sorgte für einen versöhnlichen Wochenabschluss und etwas Schwung im Wildcard-Rennen.
American League Central
Die Chicago White Sox führen die AL Central mit einer 72-64-Bilanz (+44) weiterhin klar an. Tristan Peters lieferte dabei mit einer .429-Woche (9/21, OPS 1.452, 3 Homeruns, 7 RBI) die beste Offensiv-Performance der Division. Dahinter, 3.5 Spiele zurück, stehen die Cleveland Guardians (69-68, -2), die die Los Angeles Angels auswärts mit 3-0 sweepten und sich trotz knapp negativem Run-Differentials im Aufwind zeigen. Auf Platz 3 liegen die Minnesota Twins (65-72, -56), deren 2-4-Woche sie unter die fünf schwächsten Teams der Liga der vergangenen 15 Spiele drückte (5-10) und sie damit wohl auch aus dem Playoff-Rennen katapultiert hat. Die Detroit Tigers (63-73, +65) belegen Platz 4 und sind irgendwie das auffälligste Team der Liga. Trotz positivem Run-Differentials liegen sie 12.2 Siege unter ihrer erwarteten Bilanz, das ist die größte Abweichung im Baseball. Und sie stellen mit einer 3-12-Bilanz gleichzeitig das schwächste Team der letzten 15 Spiele. Schlusslicht sind die Kansas City Royals (62-76, -83), die trotz der schlechtesten Bilanz der Division zu den fünf formstärksten Teams der Liga zählen (12-3 in den letzten 15 Spielen) und in Michael Wacha (8.0 IP, 0 ER, 10 K) den zweitbesten Pitching-Start der Woche stellten.
American League West
Die Houston Astros (69-68, -43) führen die AL West trotz negativem Run-Differentials an und sind das einzige Team der Division über .500. Nur zwei Spiele dahinter folgen die Texas Rangers (67-70, -51), die in der vergangenen Woche mit 2-4 die kurze Führung in der Division nicht halten konnten. Auf Platz 3 liegen die Seattle Mariners (64-73, -72) inmitten einer vier Spiele langen Verlustserie. Immerhin lieferte Cal Raleigh mit 7/18 (.389), einem OPS von 1.800 und fünf Homeruns die zweitbeste Hitter-Woche der gesamten Liga. Dahiner wird es düster. Die Athletics (53-84, -191) belegen Platz 4 und stecken mit einer 2-4-Woche und drei Niederlagen in Serie in derselben Talsohle wie die Division insgesamt und liegen 16 Spiele hinter den Astros. Ganz unten stehen die Los Angeles Angels (52-85, -82), die mit sieben Niederlagen in Folge und einer 0-6-Bilanz in der vergangenen Woche die längste aktive Verlustserie im gesamten Baseball aufweisen. Sie landen mit nur vier Siegen aus den letzten 15 Spielen (4-11) auch unter den fünf schwächsten Teams insgesamt.
National League East
Mit sieben Siegen in Folge und einer makellosen 6-0-Woche führen die Atlanta Braves (82-55, +117) die NL East souverän an. Chris Sale krönte die Serie mit 9.0 IP, 0 ER und 11 K, dem besten Pitching-Auftritt der gesamten Woche, während die Braves gleich zwei Serien sweepten, gegen die Dodgers und gegen die Rockies. Fünf Spiele dahinter kommen die Philadelphia Phillies (77-60, +30), die als bestes Team der letzten 15 Spiele (13-2) gleich zweifach unter den Top-Performern der Woche auftauchen: Jesús Luzardo (7.0 IP, 0 ER, 9 K) und Cristopher Sánchez (7.0 IP, 0 ER, 8 K) lieferten beide starke scoreless Starts. Auf Platz 3 liegen die Miami Marlins (69-68, +15), die trotz positiver Run-Differenz mit 2-4 in der vergangenen Woche etwas Boden verloren und 13 Spiele hinter den Braves liegen. Die Washington Nationals (65-74, +16) auf Platz 4 konnten sich auf Daylen Lile verlassen, der mit 11/24 (.458), 1,533 OPS und drei Homeruns eine starke Woche hinlegte. Schlusslicht sind die New York Mets (61-76, -53).
National League Central
Die Milwaukee Brewers (85-52, +177) führen die NL Central mit der besten Bilanz der gesamten Liga an und zählen mit 10-5 in den letzten 15 Spielen weiterhin zu den fünf formstärksten Teams im Baseball. Acht Spiele dahinter folgen die Chicago Cubs (77-60, +127), bei denen Pete Crow-Armstrong mit 9/28 (.321), fünf Homeruns und einem OPS von 1.238 die stärkste Offensiv-Woche des Teams ablieferte und seinen MVP-Case weiter untermauert. Auf Platz 3 liegen die St. Louis Cardinals (68-70, -15), die mit 2-4 in der vergangenen Woche das gleiche mäßige Tempo wie die Cubs gingen. Die Pittsburgh Pirates (67-71, +26) liegen auf Platz 4 und Paul Skenes hatte bei ihnen einen ermutigenden Start (mehr dazu weiter unten). Schlusslicht sind die Cincinnati Reds (65-72, -108), die mit 7,3 Siegen über ihrem Pythagorean-Wert von 58-79 die zweitgrößte positive Abweichung der gesamten Liga aufweisen. Trotz der mit Abstand schlechtesten Run-Differenz der Division läuft es für die Reds also deutlich besser, als die Zahlen vermuten lassen.
National League West
Die Los Angeles Dodgers (82-55, +153) führen die NL West mit der zweitbesten Run-Differenz der Liga an, auch wenn die vergangene Woche mit 2-4 unter ihrem sonstigen Niveau blieb. Neun Spiele dahinter liegen die Arizona Diamondbacks (73-65, +5), die sich mit einer 4-3-Woche zumindest leicht positiv präsentierten. Auf Platz 3 folgen die San Diego Padres (72-65, +10), die mit drei Niederlagen in Serie und einer 1-5-Bilanz in den letzten sieben Spielen deutlich an Schwung verloren. Die San Francisco Giants (56-81, -74) liegen auf Platz 4 und Rafael Devers schlägt 12/28 (.429), einem OPS von 1.270 und drei Homeruns endlich so, wie man es sich von Anfang an gewünscht hätte. Schlusslicht bilden die Colorado Rockies (52-85, -142), die mit vier Niederlagen in Folge und einer 2-5-Woche zu den zwei schwächsten Teams der letzten 15 Spiele der gesamten Liga zählen (3-12).
Wild Card
In der AL sitzen die Yankees (78-59) mit +9 Spielen komfortabel auf dem ersten Wild-Card-Platz, gefolgt von den Red Sox (74-63, +5), die ebenfalls etwas Puffer haben. Die Guardians (69-68) besetzen den dritten und letzten Platz. Dahinter drängen sich fünf Teams auf engstem Raum: die Orioles (68-69, -1), die Blue Jays (68-70, -1.5) und die Rangers (67-70, -2) liegen alle innerhalb von zwei Spielen hinter Cleveland, während die Twins (65-72, -4) und die Mariners (64-73, -5) noch realistische, aber schwindende Chancen haben. Toronto und Cleveland stehen sich in der kommenden Woche direkt gegenüber, was zu einigen Verschiebungen führen könnte.
In der NL teilen sich die Phillies (77-60) und die Cubs (77-60) mit jeweils +4.5 Spielen Vorsprung die ersten beiden Wild-Card-Plätze. Die Diamondbacks (73-65) konnten diese Woche die Padres (72-65, -0.5) überholen, die nun nur ein halbes Spiel dahinter lauern, enger geht es kaum. Die Marlins (69-68, -3.5) und die Cardinals (68-70, -5) haben beide noch Anschluss, müssten aber deutlich zulegen, um Arizona und San Diego zu überholen. Die letzte Serie der Regulären Saison spielen die Padres zu Hause gegen die D-Backs, mal sehen ob das Wildcard-Rennen bis dahin schon entschieden ist.
Serien der Woche
Los Angeles Dodgers @ Atlanta Braves
Dienstag Abend startete in Atlanta die Serie der Dodgers (80-51, #1 NL West) gegen die Braves (76-55, #1 NL East). Beide Teams führten ihre jeweilige Division an und somit war die Serie ein Vorgeschmack auf die Playoffs. Nach einem holprigen Monatsstart kamen die Dodgers mit Schwung in die Serie bei denen außerdem Rechtshandwerfer Tyler Glasnow nach über drei Monaten Verletzungspause sein Comeback gab. Die Dodgers mussten zudem ohne den verletzten Andy Pages auskommen, der sich vor Kurzem die Hand gebrochen hat.
Die Braves setzten sich dann im ersten Spiel der Serie mit 4:3 durch. Bryce Elder, dessen letzter Start wegen Knieproblemen zuletzt geskippt worden war, kam gut durch das erste Inning, während die Braves gegen Tyler Glasnow (erster Start seit Anfang Mai) durch Singles und schwache Groundballs von Baldwin, Olson, Dubon und Harris sowie einen Sacrifice Fly von Albies früh 3:0 in Führung gingen. Ein möglicher vierter Run zählte nicht, weil ein Swing gegen einen im Dreck landenden Pitch fälschlich als Foul gewertet wurde. Glasnow fing sich danach und beendete seinen Start mit einer 7/0 K/BB-Ratio über fünf Innings, während die Dodgers per Bloop-Singles bis zum vierten Inning auf 3:3 ausglichen. Im achten Inning brachte Albies gegen Tanner Scott per Bloop-Single den entscheidenden Run herein.
Die Braves sicherten sich dann im zweiten Spiel schon den Seriesieg mit einem 7:6-Erfolg, in dem AJ Smith-Shawver gegen Roki Sasaki startete. Smith-Shawver kam auf 5.0 Innings mit drei Earned Runs, fünf Hits, drei Walks und drei Strikeouts. Matt Olson eröffnete das Scoring im ersten Inning mit einem Homerun, seinem 37. der Saison, und rückte damit auf Platz 130 der ewigen MLB-Bestenliste. Die Dodgers glichen im zweiten Inning aus und gingen im dritten durch einen Two-Run-Homerun von Tommy Edman sogar in Führung. Im vierten Inning drehten die Braves das Spiel dann durch ein Sacrifice Fly von Austin Riley und ein Double von Drake Baldwin. Sean Murphy erzielte im sechsten Inning seinen ersten Homerun der Saison und war zuvor nur ein Triple vom Cycle entfernt. Nach einem Comeback der Dodgers im siebten Inning auf 6:6 hielt Didier Fuentes die Braves mit starker Relief-Arbeit im Spiel. Ha-Seong Kim sorgte dann im neunten Inning mit einem Walk-off-Single nach einem Acht-Pitch-At-Bat für den Sieg der Braves.
Das letzte Spiel war dann das Highlight der Serie, denn Chris Sale pitchte ein complete Game und warf seinen ersten Shutout seit April 2024. Die Braves gewannen das Spiel 1:0. In einem Ace-Duell gegen Yoshinobu Yamamoto fiel der einzige Run bereits im ersten Inning: Drake Baldwin schlug einen hängenden Splitter zum Solo-Homerun. Sale dominierte anschließend mit einer 11/0 K/BB-Ratio, verbuchte aber 2 HBP. Im neunten Inning wurde es kurz brenzlig, als eine strittige Out-Entscheidung an der zweiten Base nach Replay bestehen blieb, ehe Sale das Spiel mit einem Strikeout gegen Alex Call beendete. Yamamoto blieb mit einer 8/1 K/BB-Ratio ebenfalls stark, verbuchte aber wegen des einen Homeruns den Loss.
Mit dem Serien-Sieg bauten die Braves ihren Division-Vorsprung auf fünf Spiele vor den Phillies aus und liegen nun nur ein Spiel hinter den Dodgers um den zweitbesten Rekord der NL. Es war der erste Sweep der Braves gegen die Dodgers seit 2013. Die MVPs der Serie kamen natürlich von seiten der Braves. In der Offensive stach Drake Baldwin mit einem OPS von 1.455, 1 HR und 3 RBI heraus. Der Titel des Pitching MVPs geht natürlich an Chris Sale (9.0 IP, 0 ER, 11 K, 0 BB, GS 88).
Boston Red Sox @ New York Yankees
Die Red Sox reisten zum Wochenende dann in die Bronx um 4 Spiele in 3 Tagen gegen die Yankees zu absolvieren. Am Samstag fand ein Doubleheader statt, weil das Spiel am 6. Juni ausgefallen war. Zum Start der Serie standen die Red Sox mit einer Bilanz von 73-60 auf Platz 3 der AL East und auf Platz 2 im Wilcard-Rennen mit 5.5 Spielen Vorsprung auf die Rangers. Die Yankees standen mit einer Bilanz von 75-58 auf Platz 2 der Divison, 4 Spiele hinter den Rays und auf Platz 1 im Wildcard-Race.
Die Yankees setzten sich dann im ersten Spiel am Freitag knapp mit 1:0 durch, getragen von starkem Pitching und einem Solo-Homerun von Paul Goldschmidt. Cam Schlittler ging über vier Innings, kassierte dabei fünf Walks gegen ein geduldiges Boston-Lineup und überschritt bereits früh die 70-Pitch-Marke. Im fünften Inning verhinderte eine Doubleplay von Trent Grisham nach einem Liner von Wilyer Abreu einen Ausgleich. Brent Headrick musste im sechsten Inning eine Bases-Loaded-Situation entschärfen. Im siebten Inning warf Cody Bellinger mit 99,7 mph den drittschnellsten Wurf seiner Karriere und war Ceddane Rafaela an der Homeplate aus. Paul Blackburn und David Bednar hielten die Führung anschließend fest, Bednar sicherte mit drei Popups seinen 31. Save der Saison. Am Ende reichte den Yankees ein einziger Run zum Sieg.
Im ersten Spiel des Doubleheaders am Samstag setzten sich die Red Sox mit 6:0 gegen die Yankees durch. Wilyer Abreu eröffnete das Spiel mit seinem 23. Homer der Saison, einem Career High, und brachte die Sox früh in Führung. Jake Bennett lieferte ein starkes Outing mit 6 IP, 3 Hits, 0 BB und 7 Strikeouts und hielt die Yankees über weite Strecken scoreless. Carlos Rodon geriet im fünften Inning ins Wanken, als ein langes At-Bat gegen Adley Rutschman, ein Passed Ball und ein Hit-by-Pitch den Sox einen weiteren Run und geladene Bases einbrachten, ohne dass daraus mehr Schaden entstand. Garrett Whitlock kehrte im achten Inning von der IL zurück und warf ein sauberes Inning. Andrew Monasterios Single im neunten Inning brachte zwei Runs und entschied die Partie endgültig, ehe die Red Sox insgesamt vier Runs im neunten Inning nachlegten. Mit dem Sieg übernahmen die Red Sox die Führung in der Season Series.
Die Yankees holten sich im zweiten Spiel des Doubleheaders dann mit einem 9:2-Sieg den Split und auch den Ausgleich in der Saisonserie. Max Fried gab bei seinem ersten Start nach seiner Rückkehr von der IL nur einen Run bei drei Hits und einen Walk ab und verzeichnete vier Strikeouts über 3.2 Innings. Nick Sogard brachte die Red Sox mit einem Solo-Homer im dritten Inning in Führung, doch die Yankees antworteten im selben Inning mit drei Runs durch Rice, García und Chisholm. Nach Frieds Ausscheiden bei 63 Pitches hielt das Bullpen mehrere Innings dicht, ehe Headrick im achten Inning einen Run zuließ. Die Yankees legten im unteren Achten fünf Runs nach, begünstigt durch Fehler der Red-Sox-Defense, und sicherten sich den Sieg bei insgesamt 13 Hits, allesamt Singles.
Auf dem letzten Spiel der Serie und auch der Saisonserie lastete dann besonderer Druck, denn beide Teams standen in der Saisonserie gleichauf, was bedeutete, dass dem Sieger des letzten Spiels der Tiebreaker gehörte. Bei drei Spielen Abstand im Wildcard-Race könnte dieser durchaus relevant werden um Heimrecht in der Wildcard-Serie zu haben. Und die Yankees gewannen das Spiel 16:1 und sicherten sich damit die Saisonserie. Will Warren lieferte die beste Leistung seiner Karriere: Nach einem wackligen ersten Inning pitchte er bis ins achte Inning, ließ einen Run zu und holte sieben Strikeouts. Ranger Suárez hielt dagegen, bis ein Bunt von Ali Sánchez und ein Infield-Hit von Paul Goldschmidt im fünften Inning die 2:0-Führung brachten. Goldschmidt und Heliot Ramos steuerten die ersten fünf RBI bei, Ramos traf seinen ersten Homer. Im sechsten Inning beendete Warren einen 3-0-Count gegen Willson Contreras per Double Play. Im achten Inning regnete es dann vier Homeruns: Wells und Goldschmidt trafen Back-to-Back, danach schlug José Caballero einen Three-Run-Homer, ehe Wells seinen zweiten Homer folgen ließ.
MVPs der Serie wurden auf der offensiven Seite Austin Wells mit einem OPS von 1.173, 2 HR und 7 RBI, auf der Pitching Seite war es Jake Bennett (6.0 IP, 0 ER, 7 K, 0 BB, GS 73).
Around the League
- Die Houston Astros trennten sich am 24. August 2026 einvernehmlich von General Manager Dana Brown, dessen Vertrag ohnehin zum Saisonende ausgelaufen wäre. Brown hatte das Amt seit Januar 2023 inne und führte die Astros in dieser Zeit zu zwei Division-Titeln. Seine Aufgaben übernahmen die Assistant General Managers Charles Cook, Gavin Dickey und Connor Huff sowie Senior Advisor Jeff Bagwell, während Owner Jim Crane die Baseball-Operations während der Übergangsphase beaufsichtigte, wobei der Fokus weiterhin auf dem Rennen um die AL West lag. Die Motivation hinter diesem Move ist mir nicht 100% klar. Eventuell gab es zwischenmenschliche Differenzen.
- Paul Skenes scheint sich langsam wieder zu erholen, denn er warf in seinem letzten Start letzte Woche sechs shutout innings mit nur drei Hits und 0 BB gegen die Padres und führte die Pirates zu einem 1:0-Sieg. Er kam damit aus einer schwierigen Phase zurück, in der er in den letzten fünf Starts einen ERA von 6.46 bei einer 0-3-Bilanz aufwies. Sein Fastball erreichte erneut 98 mph, 31 Pitches warf er mit mindestens 97 mph, sein höchster Wert seit sieben Starts.
- Die Red Sox schafften dagegen den zweitschnellsten Turnaround in der MLB-Geschichte. Innerhalb von 62 Tagen verbesserten sie sich von 14 Spielen unter .500 auf 14 Spiele über .500, nur die „Miracle Boston Braves“ von 1914 waren mit 60 Tagen noch schneller.
- Kyle Schwarber schlug letzt Woche gegen die Mariners seinen 40. Homer und stellte damit mit seiner vierten 40-Homer-Saison den Phillies-Rekord von Ryan Howard ein. Seine 227 Homeruns in fünf Jahren mit Philadelphia bleiben nur hinter Babe Ruth die zweitmeisten überhaupt.
Giants Corner
In der Serie gegen die Reds zu Wochenbeginn hatten die Giants Mühe, überhaupt ein vollständiges Lineup zusammenzubekommen. Zahlreiche Spieler fehlten verletzt, Eldridge stand wegen einer Beerdigung nicht zur Verfügung, und mit Devers blieb nur ein einziger erfahrener Big Leaguer im Lineup. Die Aufstellung im ersten Spiel bestand aus Drew Gilbert, Rafael Devers, Jung Hoo Lee, Turner Hill, Drew Cavanaugh, Nate Furman, Shay Whitcomb, Grant McCray und Christian Koss. Zieht man Devers und Lee ab, blieb kaum Erfahrung übrig, trotzdem gelang der Mannschaft einer ihrer saubersten Siege der Saison. Zu allem Überfall musste Wisenhunt nach 2.2IP vom Feld, die Diagnose lautete Tommy John Surgery. Im zweiten Spiel verließ dann Houser das Spiel verletzt, Devers steuerte dafür einen Homerun bei. Im dritten Spiel folgte ein Splash-Homerun von Devers (Nummer 111), doch im 9. Inning kassierten die Giants noch sieben Runs. Noch nie in der Franchise-Geschichte gaben sie eine 6-Run-Führung im 9. Inning her...
Dann stand die Serie gegen die D-Backs, dem Nemesis der Giants, an und überaschenderweise konten die Giants 2 der 4 Spiele gewinnen, obwohl sie bisher nur eins der 9 Spiele gewinnen konnten. Positiv in dieser Serie war, dass Bryce Eldridge wieder überragend performt (7/16 (0.438) | OPS 1.250 | 2 2B | 1 HR | 7 RBI in der letzten Woche) und dass 2 Rookie-Starting Pitcher gute Starts hatte. Zum einen Matt "Tugboat" Wilkinson (6.0 IP | 2 ER | 4 K | 2 BB | GS 60) und zum anderen Yunior Marte, der 4.2 Innings pitchte, bei 1 ER, 2 BB und 3 SO.
Außerdem möchte ich erwähen, dass die Giants in der aktuellen Farm-System-Rangliste auf Platz 7 mit einem Farmwert von 467,0 Millionen Dollar kletterten, ein deutlicher Sprung von zuvor Rang 19. Der Quality-Depth-Rank liegt bei T-6. Zur Trade-Deadline kamen Ramon Marquez, Joniel Hernandez und Henry Lalane hinzu, im Draft ergänzten Jackson Flora, Carson Bolemon, Kaden Waechter und Peyton Bonds das System. Zusätzlich setzten die international signierten Spieler Josuar Gonzalez, Luis Hernandez, Jhonny Level und Keyner Martinez ihren Aufwärtstrend fort. Da diese Gruppe größtenteils in den unteren Minor-League-Ebenen spielte, sollten die Spieler auch in der kommenden Saison im System verbleiben, was der Organisation laut Einschätzung noch einiges an Aufwärtspotenzial für künftige Rankings verschafft oder eben in Trades für Starting Pitching eingesetzt werden könnten.
Giants Stats
Standings
- Gesamt: 56-81 (#27 in MLB) | L10: 4-6 | Streak: W1
- NL West: #4 | GB: 26.0 | WCGB: 16.5
- Home: 33-36 | Away: 23-45
- Run Differential: -74 (#25 in MLB) / -0.54 pG
Offense
- AVG: .247 (#11 in MLB) | OPS: .712 (#22 in MLB)
- HRs: 152 (#18 in MLB) | HR-Leader: Rafael Devers (29)
- RBIs: 539 (#24 in MLB) | BB: 369 (#30 in MLB)
- Runs: 560 (#25 in MLB) / 4.09 pG | SB: 65 (#26 in MLB)
Pitching
- ERA: 4.35 (#23 in MLB) | WHIP: 1.36 (#23 in MLB)
- Strikeouts: 1031 (#27 in MLB)
- Runs Against: 634 / 4.63 pG
Best Hitters – Last 7 Days
- Rafael Devers | 12/28 (0.429) | OPS 1.270 | 1 2B | 3 HR | 8 RBI
- Bryce Eldridge | 7/16 (0.438) | OPS 1.250 | 2 2B | 1 HR | 7 RBI
- Drew Gilbert | 5/17 (0.294) | OPS 1.105 | 3 2B | 1 HR | 5 RBI
Best Pitchers – Last 7 Days
- Matt Wilkinson (29.8.) | 6.0 IP | 2 ER | 4 K | 2 BB | GS 60
- Logan Webb (26.8.) | 6.0 IP | 2 ER | 6 K | 1 BB | GS 59
- Landen Roupp (27.8.) | 5.0 IP | 1 ER | 3 K | 2 BB | GS 56
Stats Corner
Top 5 Teams – Last 15 Games
- Philadelphia Phillies | 13-2 | 0.867
- Kansas City Royals | 12-3 | 0.800
- Milwaukee Brewers | 10-5 | 0.667
- New York Yankees | 10-5 | 0.667
- Cleveland Guardians | 10-5 | 0.667
Worst 5 Teams – Last 15 Games
- Detroit Tigers | 3-12 | 0.200
- Colorado Rockies | 3-12 | 0.200
- Los Angeles Angels | 4-11 | 0.267
- Washington Nationals | 5-10 | 0.333
- Minnesota Twins | 5-10 | 0.333
Top Hitters – Last 7 Days
- Daylen Lile (WSH) | OPS 1.533 | 3 HR | 10 RBI | 30 PA
- Pete Crow-Armstrong (CHC) | OPS 1.238 | 5 HR | 8 RBI | 29 PA
- Rafael Devers (SF) | OPS 1.270 | 3 HR | 8 RBI | 31 PA
- Cal Raleigh (SEA) | OPS 1.800 | 5 HR | 6 RBI | 23 PA
- Tristan Peters (CWS) | OPS 1.452 | 3 HR | 7 RBI | 24 PA
Top Pitchers – Last 7 Days
- Chris Sale (ATL, vs LAD) | 9.0 IP | 0 ER | 11 K | 0 BB | GS 88
- Michael Wacha (KC, @ CLE) | 8.0 IP | 0 ER | 10 K | 0 BB | GS 84
- Max Scherzer (TOR, vs SEA) | 7.0 IP | 0 ER | 10 K | 1 BB | GS 84
- Jesús Luzardo (PHI, @ SEA) | 7.0 IP | 0 ER | 9 K | 3 BB | GS 81
- Cristopher Sánchez (PHI, @ LAA) | 7.0 IP | 0 ER | 8 K | 1 BB | GS 80
Vorschau auf die kommende Woche
Diese Woche startet dann mit einem spannenden Wildcard-Matchup in der American League. Die Blue Jays treten bei den Guardians an. Aktuell haben die Guardians die 3. Wildcard inne und die Blue Jays liegen 1.5 Spiele dahinter. Ein Seriensieg der Blue Jays wäre hier also Gold wert. Außerdem spielen die Brewers bei den Cubs, die Phillies bei den Diamondbacks und die Cardinals bei den Dodgers.
Zum Wochenende steht dann das Matchup der Braves bei den Phillies im Blickpunkt. Außerdem spielen die Brewers bei den Reds und die Yankees bei den Padres.
Das war’s für diese Woche – wir lesen uns nächsten Montag wieder, wenn es wieder heißt: Inside the Dugout – der deutsche MLB-Wochenrückblick!
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